Winnenden - Kleinstadt vor den Toren Stuttgarts

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Deutsche Presse-Agentur

Die baden-württembergische Kleinstadt Winnenden liegt im Rems-Murr-Kreis, rund 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart. In der idyllischen Kleinstadt leben 27 800 Einwohner. Die Wirtschaft des Kreises und auch in Winnenden ist geprägt von kleinen und mittelständischen Betrieben.

Dabei profitiert die Region von der Nähe zur Landeshauptstadt Stuttgart. Vor allem Zulieferfirmen für die Automobilindustrie haben sich dort angesiedelt. Die Arbeitslosenquote lag im Rems-Murr-Kreis mit durchschnittlich rund fünf Prozent in den vergangenen Jahren meist unter dem Landesdurchschnitt.

Die Gründung der Stadt geht nach Angaben des Stadtarchivs auf das 12. Jahrhundert zurück. Im Mittelalter entstand in Winnenden die Burg. Die Stadthistorie weist wenig Spektakuläres auf, 1845 bis 1847 verließen viele Bürger nach Wirtschaftskrisen und Missernten ihre Heimat und suchten ihr Glück in Russland und Amerika.

Im Zweiten Weltkrieg entging die Stadt einer Brandkatastrophe. Am 20. April 1945 beschossen amerikanische Truppen Winnenden. Der Pfarrer und ein Kaufmann gingen den Amerikanern entgegen und erreichten, dass der Beschuss eingestellt wurde. Dennoch brannten zwölf Häuser bis auf die Grundmauern nieder, 21 Bürger starben laut Stadtarchiv.

Seit 1969 unterhält die Kleinstadt eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Albertville, wo 1992 die Olympischen Spiele ausgerichtet wurden. Die Realschule, in der sich am 11. März der Amoklauf ereignete, trägt den Namen Albertvilles.

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