Gegen Köln und Augsburg sind die Schwenninger Wild Wings (Markus Poukkula) aus dem Tritt geraten. Nun wollen es die Eishockeyspi
Gegen Köln und Augsburg sind die Schwenninger Wild Wings (Markus Poukkula) aus dem Tritt geraten. Nun wollen es die Eishockeyspieler vom Neckarursprung gegen Düsseldorf wieder besser machen. (Foto: Direvi)
Heinz Wittmann

Nach dem desolaten Jahresabschluss in Augsburg (1:8) wollen es die Schwenninger Wild Wings im ersten Spiel des neuen Jahres besser machen. Am Mittwoch (19.30 Uhr) ist die Düsseldorfer EG zu Gast.

Ausgerechnet im letzten Spiel des Jahres kassierten die Wild Wings ihre bislang höchste Saisonniederlage: Am Sonntag setzte es vor ausverkauftem Haus bei den Augsburger Panther eine 1:8-Klatsche für den SERC. „Das war sehr enttäuschend, bei uns gab es keinen Kampf und keine Disziplin. Ich muss mich bei den vielen Fans, die uns nach Augsburg begleitet haben, entschuldigen“, sagte Trainer Paul Thompson gegenüber unserer Zeitung. 500 Schwenninger waren mit in die Fuggerstadt gereist.

„Das war einfach nur peinlich. Wir müssen jetzt eine andere Einstellung zeigen. So wie wir in Augsburg gespielt haben, ist gar nichts zu holen“, weiß auch Stürmer Marcel Kurth. Mit Düsseldorf wartet immerhin der Tabellendritte der DEL auf die Mannen vom Neckarursprung. Und die DEG ist ausgeruht. Nach dem 0:1 in Ingolstadt durfte Düsseldorf pausieren. Die Partie vom Sonntag gegen die Nürnberg Ice Tigers wurde auf den 23. Januar verlegt, weil die Franken beim Spengler-Cup in Davos im Einsatz waren.

Auch der Blick in die jüngste Bilanz macht den Wild Wings gegen die DEG wenig Hoffnung. Am 21. September verlor der SERC daheim gegen die Düsseldorfer 0:3 und am 28. Oktober setzte es bei den Rheinländern eine 0:4-Pleite. Die Situation, noch torlos gegen die DEG zu sein, wollen die Wild Wings ändern. „Wir müssen jetzt für unsere Ehre kämpfen. Ein solches Spiel wie in Augsburg werde ich nicht mehr akzeptieren. Ich fordere vor allem, dass die Spieler mehr Verantwortung auf dem Eis übernehmen. Wir müssen gegenüber unseren Fans Wiedergutmachung betreiben“, verlangt Thompson. Es ist schon verwunderlich, dass der SERC, nachdem Trainer Thompson und Sportmanager Jürgen Rumrich ihre Verträge um jeweils ein Jahr verlängert haben, mit dem 1:4 gegen Köln und dem 1:8 gegen Augsburg zwei böse Klatschen kassiert.

Bukarts und Herpich kehren von der Tribüne auf das Eis zurück

An Silvester hatten die Eishockeyspieler trainingsfrei. Ein Teil der Mannschaft hat gemeinsam den Jahreswechsel in Schwenningen gefeiert. An Neujahr bat Thompson sein Team in der Helios-Arena zum Training auf das Eis. Die Vorbereitung auf die Partie gegen Düsseldorf begann. Der Übungsleiter: „Klar ist, dass einige Spieler auf die Tribüne wandern. Rihards Bukarts und Kai Herpich, die in Augsburg nicht gespielt haben, werden auflaufen. Ich hoffe vor allem, dass Bukarts mir zeigt, dass ich ihn zu unrecht draußen gelassen habe.“ Verteidiger Dominik Bittner, der sich im letzten Drittel bei den Fuggerstädtern am Knie verletzt tat, kann aller Voraussicht nach wieder spielen.

Die DEG absolviert unter ihrem neuen Trainer Harold Kreis eine hervorragende Saison. Düsseldorf überzeugt vor allem im läuferischen Bereich. In der vergangenen Saison hatten die Rheinländer mit Platz elf sogar die Pre-Play-Offs verpasst. „Wir müssen uns anders als in Augsburg präsentieren. Wir dürfen nicht so viele Torchancen wie gegen Köln vergeben, müssen wieder so effektiv wie in Mannheim werden“, sagt Simon Danner. Der SERC-Kapitän hatte beim 2:1-Sieg der Wild Wings in Mannheim sein 700. DEL-Spiel bestritten und war dafür vor der Partie gegen Köln geehrt worden. Beim Spiel gegen die Haie, der letzten Heimpartie des Kalenderjahres 2018 war erstmals in dieser Saison die Helios-Arena mit 6215 Zuschauern ausverkauft gewesen.

Poukkula froh über Rückkehr – Geduld ist aber noch nötig

Und Stürmer Markus Poukkula hatte nach überstandener Armverletzung sein erstes Saisonspiel bestreiten können. „Ich fühlte mich großartig, es war fantastisch, wieder spielen zu können“, freute sich Poukkula. Sein Trainer Thompson sah den 30-Jährigen, der auch in der kommenden Runde für Schwenningen auflaufen wird, aber erst bei einem Leistungsvermögen von 75 Prozent. „Es ist schon möglich, dass ich ein paar Spiele brauche, um bei 100 Prozent zu sein. Da brauche ich wohl etwas Geduld. Ich will darüber aber nicht viel nachdenken, sondern bei jedem Wechsel alles geben. Alles andere kommt von selbst“, sagte der Finne.

Auch gegen Düsseldorf dürfte die Helios-Arena wieder gut gefüllt sein. Der Vorverkauf lief jedenfalls gut. Stehplätze gibt es zwar noch genügend, Sitzplätze nur noch einzelne.

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