Wild Wings verlieren zum siebten Mal in Serie

Lesedauer: 5 Min
Heinz Wittmann

Tor: 0:1 (65.) Florian Kettemer.

Strafen: Schwenningen acht Minuten, Berlin zwölf Minuten.

Schiedsrichter: Aleksi Rantala (Finnland) und Marian Rohatsch (Lindau).

Zuschauer: 3408. wit

Die Schwenninger Wild Wings haben die Niederlagenserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht beendet. Gegen die Eisbären Berlin verlor das Team von Trainer Pat Cortina vor 3408 Zuschauern 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:0) nach Penaltyschießen. Es war die siebte Niederlage in Serie für die Schwarzwaldstädter. Immerhin gab es den dritten Punkt in der Saison.

Bei den Wild Wings konnte nicht nur der finnische Verteidiger Jussi Timonen, sondern auch der lettische Angreifer Rihards Bukarts, der in den vergangenen Play-Offs noch für die Eisbären aus der Hauptstadt stürmte, nach überstandener Verletzungspause auflaufen.

„Dienstag war ein Anfang, anknüpfen und weiter kämpfen“, hatten die SERC-Fans ein Transparent vor der Partie an die Plexiglasbande geklebt. Nach der knappen 1:2-Niederlage am Dienstag in Straubing sollte gegen Berlin endlich wieder ein Sieg eingefahren werden. Unabhängig vom Ausgang des Spiels am Freitag hatte das Wild-Wings-Fanprojekt bereits angekündigt, dass es am kommenden Dienstag, 9. Oktober, ab 19 Uhr in der Stadiongaststätte „Eisbär“ einen Stammtisch „für alle Unzufriedenen“ geben wird.

Die Partie war von Beginn an schnell. Florian Kettemer und Marcel Noebels besaßen die ersten Chancen für die Berliner. Kurz darauf brachte auch Sean Backman den Puck nicht an Torwart Dustin Strahlmeier vorbei. Auf der anderen Seite vergaben Mirko Höfflin und Tobias Wörle gegen Eisbären-Goalie Kevin Poulin. Die Schwenninger ließen den Puck ungewohnt gut laufen, aber auch Bukarts brachte das Spielgerät nicht an Poulin vorbei.

Auch im zweiten Drittel boten die Wildschwäne eine gute spielerische Leistung. Vieles klappte, außer eben das Toreschießen. Die Scheibe wollte nicht über die Torlinie. Andrée Hult und erneut Bukarts besaßen guten Einschusschancen. Glück hatte der SERC in der 30. Minute. Eisbären-Topscorer Jamie MacQueen traf das leere Schwenninger Tor nicht. Auf der anderen Seite hatte Wild-Wings-Kapitän Simon Danner mit einem Lattenschuss Pech. Die Stimmung war trotz der zwei torlosen Drittel in der Helios-Arena gut. „Wir wollen euch siegen sehen, blau und weiß allez, nur der ERC“, sangen die Anhänger auf den Rängen.

Das letzte Drittel begann mit einem Unterzahlspiel für die Hausherren. Anthony Rech saß wegen Beinstellens in der Kühlbox. Die Berliner konnten daraus aber keinen Profit schlagen. Kurz darauf war Strahlmeier gegen MacQueen auf dem Posten. Eine Minute später verhinderte ausgerechnet Mitspieler Louis-Marc Aubry, dass der Schlagschuss von Verteidiger Daniel Richmond den Weg in den Schwenninger Kasten fand. Beim zweiten Versuch des Berliners begrub Strahlmeier den Puck unter sich.

Mehr als zwei Schüsse von Verteidiger Kalle Kaijomaa kamen für die Wild Wings nicht heraus, als MacQueen nach 47 Minuten wegen Hakens auf der Strafbank saß. Eisbären-Goalie Poulin war zur Stelle.

Deutlich näher war der SERC der Führung, als Danner nach 55 Minuten einen Schuss vor dem Berliner Kasten abfälschte. Der Puck flog aber knapp am Tor vorbei. Obwohl beide Teams noch zeitweise in Überzahl spielten, blieb es bis zum Ablauf der 60 Minuten bei dem torlosen Spielstand. Die letzte Chance für Berlin vergab Aubry, der aus dem Torraum heraus verzog.

Auch in der Verlängerung wurden die Torhüter nicht bezwungen. Den entscheidenden Penalty verwandelte Berlins Florian Kettemer.

Tor: 0:1 (65.) Florian Kettemer.

Strafen: Schwenningen acht Minuten, Berlin zwölf Minuten.

Schiedsrichter: Aleksi Rantala (Finnland) und Marian Rohatsch (Lindau).

Zuschauer: 3408. wit

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen