Wild Wings gehen bei DEL-Gala leer aus

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Nach einer schwachen Saison sind die Schwenninger Wild Wings bei den Ehrungen im Rahmen der DEL-Gala in Bremerhaven am Samstag erwartungsgemäß leer ausgegangen. Torhüter des Jahres und damit Nachfolger von SERC-Goalie Dustin Strahlmeier wurde Danny aus den Birken (EHC Red Bull München), der auch als Spieler des Jahres ausgezeichnet wurde.

Don Jackson (Trainer des Jahres/München), Joonas Lehtivuori (Verteidiger des Jahres/Adler Mannheim), Philip Gogulla (Stürmer des Jahres/Düsseldorfer EG) und Moritz Seider (Rookie des Jahres/Mannheim) wurden wie die DEG – als fairste Mannschaft der Saison – ausgezeichnet.

Schwenningen kassiert mehr als elf Strafminuten im Schnitt

Auch wenn die Kufencracks vom Neckarursprung nach der 25. DEL-Saison ohne Ehrungen blieben. Mit dem gebürtigen Schwenninger Andreas Renz als Co-Moderator stand der Eishockeystandort auf der Gala wenigstens ein Stück weit im Mittelpunkt. Nachdem die Wild Wings in den vergangenen beiden Jahren jeweils die mit 10 000 Euro dotierte Robert-Müller Fair-Play-Trophy gewonnen hatten, ging die Ehre der fairsten Mannschaft dieses Mal an die Düsseldorfer EG. Die Rheinländer erhielten im Schnitt lediglich 9,3 Strafminuten pro Spiel. Schwenningen wurde mit einem Schnitt von 11,2 Minuten Fünfter.

Der zweifache Sieger Aus den Birken holte in 37 Partien 26 Siege, konnte mit 1,91 den besten Gegentorschnitt aller DEL-Goalies aufweisen. Mit fünf Shut-outs gehört er ebenfalls zu den Besten der Liga. Lediglich bei der Fangquote (92,61 Prozent) musste der 34-Jährige knapp dem Düsseldorfer Mathias Niederberger (92,89 Prozent) den Vortritt lassen. Der beste Schlussmann war von Experten, Trainern, Managern und Kapitänen der 14 DEL-Klubs auch als Spieler des Jahres gewählt worden. „Ich möchte mich ganz besonders bei Helmut de Raaf, der immer mein Idol war, bedanken“, sagte Aus den Birken bei der Preisverleihung. Der ehemalige Wild-Wings-Trainer de Raaf hatte die Laudatio auf den Münchner Goalie gehalten.

Den Titel des Trainers des Jahres bekam erstmals Don Jackson. Er folgt auf Bremerhavens Thomas Popiesch. Der Kanadier hat mit seiner Mannschaft die Chance, zum vierten Mal in Folge Meister zu werden – bisher unerreicht in der DEL. Ein kleiner Trost für den SERC, der München in der regulären Saison dreimal bezwang. Als bester Verteidiger kann sich Joonas Lehtivuori von Hauptrunden-Champion Adler Mannheim bezeichnen. Der Finne punktete in seinem ersten DEL-Jahr mit acht Toren und 23 Vorlagen – bei einer Plus/Minus-Statistik von plus 22 – in 41 Partien fleißig.

Ehrungen für Franz Reindl, Gernot Tripcke und Lothar Sigl

Der beste Nachwuchsspieler Moritz Seider war im Saisonverlauf verletzungsbedingt mehrmals für längere Zeit außer Gefecht. In den 29 Einsätzen (zwei Treffer, vier Assists) zeigte der 17-Jährige aber sein großes Talent, das ihn wohl in die NHL führen wird. Der einzige Akteur, der nicht in Diensten von Mannheim oder München steht und ausgezeichnet wurde, war Philip Gogulla von der Düsseldorfer EG. Der neue Stürmer des Jahres spielte mit 26 Toren und 26 Vorlagen in 52 Hauptrundenpartien die beste Saison seiner DEL-Karriere.

Als besondere Ehrungen wurden die für prägende Persönlichkeiten der bisherigen Ligageschichte an Lothar Sigl (Hauptgesellschafter der Augsburger Panther), DEB-Präsident Franz Reindl, der der erste DEL-Geschäftsführer war, und den jetzigen Amtsinhaber Gernot Tripcke (seit 2000) vergeben.

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