Wild Wings erwarten zwei schlagbare Gegner

Niclas Burström wurde am Donnerstagvormittag erfolgreich an der gebrochenen Hand operiert.
Niclas Burström wurde am Donnerstagvormittag erfolgreich an der gebrochenen Hand operiert. (Foto: wit)
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Die Wild Wings gastieren am Freitag, 19.30 Uhr, bei den Nürnberg Ice Tigers und empfangen am Sonntag, 14 Uhr, die Bietigheim Steelers zum Derby. Auf dem Papier zwei machbare Gegner.

Der 5:2-Sieg der Schwenninger am Dienstag gegen Krefeld war teuer erkauft. Mit Niclas Burström, Tyson Spink und Travis Turnbull hatten sich gleich drei Mann während der Partie verletzt. Während Turnbull wieder mitwirken kann, fallen Burström und Spink mit Handverletzungen länger aus. Burström wohl besonders lange, den der schwedische Verteidiger hat sich die Hand gebrochen und wurde am Donnerstag operiert. Christof Kreutzer: „Es ist schon die Überlegung da, einen Ersatzmann für Niclas zu verpflichten. Das müsste aber schon ein guter Verteidiger sein, aber der Markt gibt nichts her. Für das Wochenende reicht es sicher nicht, jemanden zu verpflichten“, so der Sportdirektor und Trainer in Personalunion.

Immerhin, Abwehrmann John Ramage könnte ins Team zurückkehren. Wenn nicht, dann darf der junge Verteidiger Kai Zernikel oder der junge Stürmer Philip Feist ran. Im Tor bleibt Marvin Cüpper. Der Deutschrusse Ilya Andryukov gilt lediglich als Absicherung, falls Cüpper etwas passiert. Die Schwenninger Nummer eins Joacim Eriksson, der positiv auf Corona getestet wurde, soll aber ohnehin laut Kreutzer nächste Woche das Training wieder aufnehmen.

Der 3:2-Erfolg der Nürnberg Ice Tigers am Mittwoch in Krefeld wurde in der DEL zu einem historischen: Denn Ice-Tigers-Kapitän Patrick Reimer stellte mit seinem 798. Scorerpunkt in der Liga einen neuen ewigen DEL-Rekord auf. Beim Sieg der Franken in der Seidenstadt erzielte Patrick Reimer zunächst das 1:0 seines Teams im ersten Drittel selbst und zog damit bereits mit Daniel Kreutzer, der den ewigen DEL-Rekord bis zuletzt gehalten hatte, an Punkten gleich. Im Schlussdrittel sorgte Reimer schließlich mit einer Vorlage zum zwischenzeitlichen 3:1 von Gregor MacLeod für seinen historischen 798. Zähler. „Sicherlich eine Wahnsinnszahl. Ich bin froh, dass es jetzt geschafft ist, jetzt können wir uns wieder auf andere Themen konzentrieren“, meinte Reimer nach der Partie.

Daniel Kreutzer, mit dem Reimer einst in Düsseldorf zusammengespielt hatte, war in seiner Karriere auf 797 Scorerpunkte gekommen. Mit nunmehr 372 Toren ist Reimer bereits erfolgreichster Torjäger der DEL-Geschichte. Christof Kreutzer schmunzelnd: „Da hat der Patrick einfach meinen Bruder Daniel von Platz eins der DEL-Scorerwertung verdrängt, ohne mich zu fragen. Nein, ich kenne Patrick gut und gönne es ihm.“ Und dann wird Kreutzer ernst: „Wir müssen aufpassen, Nürnberg ist offensiv immer gefährlich. Wir müssen unserem Spiel treu bleiben.“ Der Schwenninger Zampano weiter bezüglich der Aufstellung: „Ich möchte vier starke Reihen und so die Kräfte verteilen. Wir werden aber nicht alles umwerfen.“ Marius Möchel, der vom Sturm in die Verteidigung beordert wurde: „Es gilt nun, für den anderen in die Bresche zu springen, Verantwortung zu übernehmen. Wenn man mehr Eiszeit hat, ist das natürlich anstrengender, aber es hat auch den Vorteil, dass man besser im Spiel ist.“

Am 24. September feierten die Wild Wings mit einem 8:3-Heimerfolg gegen die Ice Tigers ihren bislang höchsten Saisonsieg. Am Sonntag kommt es dann in der Helios-Arena zum Derby mit dem baden-württembergischen Rivalen Bietigheim Steelers. Die „Stählernen“ sind mit 18 Punkten aus 22 Spielen Tabellenfünfzehnter und damit Träger der Roten Laterne. Die Wild Wings haben nach ihren drei Siegen in Folge nun bereits satte acht Zähler mehr als der Aufsteiger auf ihrem Konto und sind Dreizehnter. Nürnberg ist mit 28 Punkten aus 21 Spielen Tabellenneunter.

Stürmer Daniel Weiß, der vor der Saison von Schwenningen nach Bietigheim wechselte, hat sich den Fuß gebrochen und fällt aus. Am 26. September gewannen die Wild Wings im Bietigheimer Ellental mit 3:2 nach Verlängerung. Kreutzer: „Jeder erwartet von uns, dass wir das Spiel gewinnen. Aber wir wissen, dass das nicht leicht wird. Bietigheim verliert zwar derzeit die Spiele, die schießen aber immer Tore. Wir müssen in der Defensive stabil bleiben und ihre Fehler ausnützen.“

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