Wild Wings beim 0:3 nach vorne viel zu harmlos

Lesedauer: 4 Min
War beim 0:3 in Bremerhaven noch der beste Wild-Wings-Spieler: goalie Dustin Strahlmeier.
War beim 0:3 in Bremerhaven noch der beste Wild-Wings-Spieler: goalie Dustin Strahlmeier. (Foto: Direvi)
Heinz Wittmann

Nach drei Siegen in Folge haben die Schwenninger Wild Wings in der Deutschen Eishockeyliga (DEL) wieder eine Niederlage einstecken müssen. Sie unterlagen am Sonntag bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 0:3 (0:0, 0:2, 0:1).

SERC-Trainer Paul Thompson hatte seine Mannschaft gegenüber dem 5:1-Heimsieg gegen Ingolstadt am Freitagabend nicht verändert. „Wir dürfen die ersten paar Minuten nicht verschlafen“, warnte Wild-Wings-Kapitän Simon Danner seine Kameraden.

In der Tat, Gastgeber Bremerhaven machte zu Beginn viel Druck. Goalie Dustin Strahlmeier bekam einiges zu tun. So rettete der Schwenninger Schlussmann etwa gegen Chad Nehring. Nach einige Minuten war aber der erste Angriffsschwung der Pinguine auch schon vorüber. Schwenningen fand jetzt ins Spiel. Keeper Tomas Pöpperle blieb aber gegen Mirko Höfflin Sieger.

Beide Teams durften einmal im ersten Drittel in Überzahl spielen, waren dabei aber nicht erfolgreich. Die Partie, die ohnehin nur auf mäßigem Niveau stand, verflachte dann zusehends. „Wir machen bislang ein sehr gutes Auswärtsspiel“, meinte freilich Wild-Wings-Sportmanager Jürgen Rumrich nach den ersten 20 Minuten.

Im zweiten Drittel machten die Fishtown Pinguins wieder Druck. Schwenningens Bester, Strahlmeier, konnte gegen Rylan Schwartz noch parieren. In der 29. Minute dann aber das verdiente Führungstor für die Norddeutschen. In Überzahl markierte Carson McMillan im Nachstochern das 1:0 für Bremerhaven. Doch es kam noch besser für die Gastgeber. Mit einem herrlich platzierten Schuss traf Brock Hooton gegen seinen Ex-Klub zum zwischenzeitlichen 2:0 (34.).

Ein Drittel zum Vergessen

Das zweite Drittel war für die Wild Wings zum Vergessen. Nach vorne ging praktisch gar nichts. Die Schussstatistik für die zweiten 20 Minuten mit 21:2 für Bremerhaven belegte das. „Wir haben viel zu viele Scheibenverluste. Dies weil wir einfach zu dumm sind, ordentliche Wechsel hinzukriegen. Wir stehen bis zu zwei Minuten am Stück auf dem Eis“, ärgerte sich SERC-Verteidiger Dominik Bittner.

Im letzten Drittel taten die Schwenninger Wild Wings endlich mehr. Dominik Bohac hatte mit einem Lattentreffer Pech. Pöpperle musste gegen Bittner parieren. Die Wild Wings durften danach in Überzahl spielen. Vili Sopanen vergab aber gegen den Pinguine-Schlussmann. Auch Verteidiger Benedikt Brückner konnte bei fünf gegen fünf Feldspieler Pöpperle nicht überwinden. Immerhin, Schwenningen spielte jetzt viel besser als in den ersten 40 Minuten.

Drei Minuten vor Schluss kassierten die Wild Wings aber eine Zweiminutenstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Die Fischtown Pinguins nahmen das Geschenk gerne an. Miha Verlic traf in Überzahl zur Entscheidung. Verteidiger Mirko Sacher sagte nach der Schlusssirene: „Wenn du kein Tor schießt, kannst du nicht gewinnen. Die zwei Gegentore im zweiten Drittel haben weh getan.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen