Wieder mehr Geburten - Anstieg jedoch abgeschwächt

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Deutsche Presse-Agentur

In Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren. Nach dem neuen Familienreport hat sich der seit 2007 zu beobachtende Trend 2008 - wenn auch abgeschwächt - fortgesetzt.

Nach Jahren des Rückgangs gab es 2007 mit 685 000 Geburten 12 000 mehr als im Vorjahr. 2008 waren es laut Prognose des Statistischen Bundesamtes etwa 690 000 Geburten, also 5000 mehr. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) stellt den Familienreport am Montag (16. Februar) in Berlin vor.

Besonders bei Frauen zwischen 30 und 40 Jahren habe die Zahl der Geburten zugenommen, sagte von der Leyen der „Bild am Sonntag“. Diese Frauen lebten in „Partnerschaften, in denen genau überlegt wird, ob sie ein Leben mit Beruf und Familie meistern können“. Vor allem bei Männern nehme der Kinderwunsch nach einer Umfrage zu. 2006 war mit 673 000 Geburten der absoluten Tiefpunkt seit Kriegsende registriert worden. Sogar im ersten Nachkriegsjahr 1946 lag die Geburtenzahl mit rund 922 000 um 27 Prozent höher als 2006.

Bevölkerungsstatistiker verweisen darauf, dass wegen des Altersaufbaus der Gesellschaft die Zahl der potenziellen Mütter seit 1998 kontinuierlich zurückgeht. Nach einem internationalem Index sind dies Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren. Wegen der niedrigen Geburtenzahlen vor 2007 wird die Frauengruppe im gebärfähigen Alter in den nächsten 15 Jahren noch erheblich abnehmen. 80 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter leben heute im alten Bundesgebiet, nur 20 Prozent in den neuen Ländern. Vor der Vereinigung 1990 waren dies noch 28 Prozent.

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