„Wie ein Tsunami“: 50 Tote nach Dammbruch bei Jakarta

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Deutsche Presse-Agentur

31 Menschen wurden verletzt. „Es war wie ein Tsunami“, sagte der Leiter des Krisenzentrums, Rustam Pakaya. Der 1933 gebaute Damm, der die Fluten des Pasanggrahan-Flusses in Zaum halten soll, war nach heftigen Regenfällen am Vortag um 2 Uhr Ortszeit geborsten.

Die Wassermassen überraschten tausende Einwohner der Umgebung von Situ Gintung im Schlaf. In den besseren Gegenden drückte die Wucht des Wassers Türen und Fenster ein und setzte die gemauerten Häuser mehr als zwei Meter unter Wasser. In den Slums wurden leicht gebauten Hütten völlig umgerissen. „Ich habe gesehen, wie zwei meiner Nachbarn von der Flutwelle fortgerissen wurden“, berichtete ein Anwohner im Fernsehen. „Einige der Leichen wurden weit von ihren Häusern entfernt gefunden“, sagte ein Polizist.

Es gab schon Risse

Die Wucht des Wasser riss Telefonmasten um und schwemmte Autos fort. Die Helfer waren in Schlauchbooten unterwegs, um Überlebende aus den höheren Stockwerken zu retten. Auf Fernsehbildern aus einem Helikopter war ein riesiges Loch in der zehn Meter hohen Wand des Damms und ein riesiges Überschwemmungsgebiet zu sehen. „Im Damm waren vorher zwar schon mal Risse aufgetaucht, aber die Behörden haben nur Fotos gemacht und sind wieder abgezogen“, sagte ein Anwohner im Fernsehen.

Fotostrecke: Flutwelle in Jakarta

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