Wettkönig mit Waschbrettbauch bei Gottschalk

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Deutsche Presse-Agentur

Bei seinem haarsträubenden Auftritt ließ Wettkandidat Danijel Peric einen Autokonvoi über seinen Bauch fahren, während er gleichzeitig auf dem Rücken liegend den Gassenhauer „O sole mio“ schmetterte. Mit 77 Prozent der Zuschauerstimmen wurde der 26-jährige Hamburger dafür zum Wettkönig gekürt. Die spektakuläre Idee half ein wenig darüber hinweg, dass keine hochkarätigen Hollywood-Stars auf dem Show-Sofa von Moderator Thomas Gottschalk Platz genommen hatten.

Die Mutter des Kandidaten, die den Auftritt mit angehaltenem Atem im Publikum sitzend verfolgt hatte, wusste nach eigenen Worten nicht, was genau ihr Sohn vorhatte und war sichtlich bewegt. „Wenn dir noch etwas einfällt, kommst du wieder“, gab Gottschalk dem 26-Jährigen mit auf den Weg.

Einem weiteren Kandidaten halfen dagegen auch seine Bauchmuskeln nicht weiter: Der Österreicher Wolfgang Stefan Schaar scheiterte an dem Versuch, mit seinem Bauch 15 Gummibärchen in einen kleinen Basketballkorb zu katapultieren. Einem anderen Wettkandidaten gelang es nur, einer einzigen der sieben angestrebten Wasserflaschen den Boden so auszuschlagen, dass ein um sie geblähter Luftballon heil bleib. Sein Wettpate auf der beigefarbenen Prominenten-Couch, der Startenor Rolando Villazon, musste daraufhin unter lautem Publikumsjubel das Volkslied „Mir san di lustigen Holzhackerbuam“ singen, begleitet von einer bayerischen Blaskapelle.

Der ausgelassene Mexikaner sorgte bisweilen für mehr Lacher als ein anderer Profi-Komiker, der neben ihm auf der Showcouch Platz genommen hatte: US-Schauspieler Kevin James („King of Queens“). Komiker Mario Barth hingegen gab der Show etwas Tempo. Betont leger in Jeans und T-Shirt gekleidet, wurde der Berliner von Gottschalk gerüffelt: „Du hast dich richtig schick gemacht für mich heute.“

Für Glanz auf der Couch sorgte Schauspielerin Iris Berben - allerdings musste die elegant gekleidete 58-Jährige nach verlorener Wette büßen: Sie ließ sich die Augen verbinden und von Starkoch Alfons Schuhbeck mit Gerichten aus geheimnisvollen Zutaten füttern. Dass es sich dabei, wie später enthüllt wurde, um Stierhoden und Hühnerfüße handelte, trug Berben mit Fassung: „Hat gut geschmeckt.“ Außerdem nahmen Slalom-Weltmeisterin Maria Riesch und Fußballprofi Franck Ribéry vom FC Bayern München an der Plauderrunde teil. US-Schauspielerin Kim Cattrall („Sex and the City“) hatte ihr Kommen kurzfristig abgesagt.

Die Prominentendichte im Publikum war nahezu größer als auf der Bühne. Neben Alt-Playboy Gunther Sachs und dem einstigen „Dingsda“- Moderator Fritz Egner war der ehemalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber mit seiner Frau Karin in die Olympiahalle gekommen. „Erinnern Sie sich noch, als wir beide über 50 Prozent Marktanteil hatten?“, rief Gottschalk Stoiber zu und landete so noch vor Beginn der Aufzeichnung einen der vergleichsweise besseren Gags des Abends. Bei der 181. Sendung am Samstag verfehlte Gottschalk mit einem Marktanteil von 30, 6 Prozent und durchschnittlich 9,23 Millionen Zuschauern erneut die Zehn-Millionen-Marke.

Quotensieger des Gesamtabends war RTL mit dem Boxkampf Vitali Klitschko gegen Juan Carlos Gomez, den im Schnitt 10,88 Millionen Fans (47,6 Prozent) sahen. „Wetten, dass..?“ gastierte am Samstag zum zweiten Mal in München, erstmals jedoch in der Olympiahalle vor rund 2000 Zuschauern. Für Gottschalk ein Heimspiel: „Eigentlich müsste ich den Boden küssen“, sagte er. 1972 habe er sich dort bei einem Deep-Purple-Konzert zum ersten Date mit seiner heutigen Frau Thea getroffen. Diese amüsierte sich im Publikum, besonders als die oberbayerische Milchkuh „Thea“ auf die Bühne gezogen wurde. Nach der verlorenen Stadtwette, zu der sich mehrere Münchner eingefunden hatten, die wie ihr Herausforderer mit bloßen Händen eine Bratpfanne zusammenrollen konnten, musste Gottschalk die frisch gemolkene Kuhmilch trinken.

Bildergalerie: „Wetten, dass..?“ aus München

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