Wasser sparen mit modernen Armaturen

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Schon mit einfachen Mitteln wie einer Stopptaste am Toiletten-Spülkasten oder wassersparenden Armaturen lässt sich der Wasserverbrauch im Haushalt deutlich senken.

„Jede noch so kleine Maßnahme ist ein sinnvoller Beitrag„, sagt Corinna Hornemann vom Umweltbundesamt (UBA) in Dessau. Alleine durch moderne Armaturen könnte der Wasserverbrauch um bis zu 60 Prozent verringert werden. Das entspreche in einem Vier-Personen-Haushalt Jahr für Jahr einer Einsparung von mehreren zehntausend Litern.

Über den sorgfältigen Umgang mit der knappen Ressource Trinkwasser diskutieren Wissenschaftler und Politiker auf dem 5. Weltwasserforum in Istanbul (16. bis 22. März). Besonders im südlichen Europa drohen Dürren. Dort fließen in einigen Ländern 60 bis 80 Prozent des Süßwassers zur Bewässerung riesiger Plantagen in die Landwirtschaft.

Verbraucher sollten auch beim Einkaufen berücksichtigen, wo durch ihr Konsumverhalten Wasser verbraucht wird, rät UBA-Expertin Hornemann. Wer beispielsweise Tomaten aus Spanien kauft, erzeuge genau dort einen hohen Wasserverbrauch, wo Wasser ohnehin knapp ist. Deshalb sollten Verbraucher regionale Produkte bevorzugen - und ab und an auf Fleisch verzichten. Denn allein die Herstellung von einem Kilogramm Fleisch erfordert dem UBA zufolge zwischen 6000 und 20 000 Liter Süßwasser.

Jeder Europäer verbraucht nach Angaben der EU-Umweltagentur im Schnitt pro Jahr 5300 Kubikmeter Wasser. Allein 35 Liter Trinkwasser spüle ein Deutscher jeden Tag die Toilette hinunter. Dafür ließe sich auch problemlos aufgefangenes Regenwasser verwenden, sagt Hornemann. Allerdings müsste dafür eine teure Anlage installiert werden. Aus hygienischen Gründen empfehle sich Regenwasser nicht als Trinkwasser, könne aber gut zur Wässerung von Gartenpflanzen genutzt werden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen