Was sich CeBIT-Besucher angucken sollten

Lesedauer: 6 Min
Deutsche Presse-Agentur

Unendlich viel zu sehen: Trotz Wirtschaftskrise wird die Zahl der Aussteller auf der Computermesse CeBIT auch in diesem Jahr wieder in die Tausende gehen.

Um sich die interessantesten Produkte auf der vom 3. bis zum 8. März dauernden Neuheitenschau ansehen zu können, muss der Besucher also entweder ganz viel laufen und auf den Zufall hoffen - oder er steuert die Stände, auf denen es etwas zu bestaunen gibt, direkt an.

Letzteres dürfte sich zum Beispiel beim Stand von Microsoft lohnen (Halle 4/A 26): „Wir werden Windows 7 in der Beta-Version zeigen“, sagt Pressesprecherin Inger Paus in Berlin. Der Nachfolger vom viel gescholtenen Windows Vista wurde nach den ersten Tests der Vorabversion von vielen Experten gelobt - 7 ist zum Beispiel schneller als sein Vorgänger und nervt den Nutzer nicht durch dauernde Rückfragen. Verändert wurde unter anderem die Taskleiste. Neben Windows 7 präsentiert Microsoft auf seinem 100 Quadratmeter großen Stand auch seinen neuen Browser, den Internet Explorer 8.

Wie in den vergangenen beiden Jahren werden Navigationsgeräte auf der CeBIT eine große Rolle spielen. Einer der großen Hersteller ist Navigon. Das Hamburger Unternehmen will auf der Messe zwei neue Funktionen und dazugehörige Navis vorstellen: „Professional Voice Command“ soll dafür sorgen, dass das Navi seinen Nutzer versteht. Der könne in Zukunft ganz normal - also in vollständigen Sätzen und ohne roboterhafte Betonung - mit dem Gerät reden beziehungsweise ihm Befehle erteilen, erläutert Navigon-Sprecher Michael Hoffmann. „Clever Parking“ weist dem Fahrer nicht nur den Weg zum Ziel, sondern leitet ihn und sein Gefährt auch noch zur nächsten Parkgelegenheit (Halle 15/D14).

Asus hat in jüngster Zeit den Markt für mobile Rechner aufgewirbelt. Der Eee PC begründete die neue Kategorie der Netbooks. In Hannover will der Hersteller laut Pressesprecher Holger Schmidt unter anderem seinen Eee PC Touch T91 vorstellen. Es handelt sich dabei um ein Netbook, dessen Display sich so umklappen lässt, dass der Nutzer plötzlich einen Tablet PC in der Hand hält. Das Netbook lässt sich ganz klassisch über die Tastatur oder über das berührungsempfindliche Display bedienen - mit dem Finger oder einem Eingabestift.

„Was, Sie haben keinen Hotspot? Macht nichts, bauen Sie sich doch selbst einen“ - so in etwa könnte das Motto zum MBR624GU von Netgear (Halle 13/C58) lauten. Hinter der kryptischen Bezeichnung verbirgt sich ein WLAN-Router mit eingebautem UMTS-Modul. Er ermöglicht es, überall dort einen drahtlosen Internetzugang via WLAN einzurichten, wo es UMTS-Empfang gibt.

Ob man das, was der Berliner Hersteller AVM (Halle 13/C48) produziert und als Fritz!Box anbietet, eigentlich noch Router nennen kann, ist fraglich: So wird auf der CeBIT das neue AVM-Topmodell - die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 - zu sehen sein, die weit mehr als ein Router ist. Sie besitzt unter anderem eine eingebaute Basisstation für schnurlose DECT-Telefone und einen integrierten Netzwerkspeicher mit zwei Gigabyte Kapazität. Darüber hinaus kann das Gerät via WLAN sowohl mit 2,4 als auch mit 5 Gigahertz funken.

Für frischen Wind im Handy-Markt wird das G1 sorgen, das T-Mobile auf seinem Messestand präsentiert. Dort haben Besucher die Möglichkeit, das erste Handy mit dem unter anderem von Google mitentwickelten Betriebssystem Android auszuprobieren (Halle 26/A01).

Eine Hand voll Projektoren bringt Acer mit nach Hannover - der K10 arbeitet mit LEDs, was zum einen viel Strom spart. Zum anderen erübrigt sich der kostspielige Austausch der Beamerlampe, wie er bei klassischen Projektoren früher oder später nötig ist (Halle 25/D40). Nicht unbedingt nötig, aber auch interessant kann es natürlich sein, ziellos über die CeBIT zu schlendern und dabei vielleicht noch die eine oder andere Zufallsentdeckung zu machen.

Weitere Informationen: www.cebit.de

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen