Was Kelch und Pokal gemeinsam haben

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 Jetzt hält er gleich den „Pokal“ hoch, hatte einmal ein Kind in einem von Pfarrer Johannes Amann zelebrierten Gottesdienst geäu
Jetzt hält er gleich den „Pokal“ hoch, hatte einmal ein Kind in einem von Pfarrer Johannes Amann zelebrierten Gottesdienst geäußert. In der heiligen Messe im Festzelt in Mahlstetten (Foto) nahm der Geistliche auch Bezug auf diese Formulierung eines Kindes. (Foto: Klaus Flad)
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MAHLSTETTEN (flk) – Zum Gottesdienst sind nicht ganz so viele Besucher ins Festzelt geströmt, wie zu den abendlichen Konzerten. Die Anwesenden jedoch wissen die Art und Weise, in welcher Pfarrer Johannes Amann solche besondere Messfeiern gestaltet, dafür umso mehr zu schätzen.

Auswärtige, die den Heuberger Pfarrer zum ersten Mal in einem solchen Gottesdienst erlebten, zeigten sich positiv überrascht und fanden lobende Worte ob der Feinfühligkeit Amanns und seiner Fähigkeit, zu allerlei alltäglichen Dingen die Parallele zur heiligen Schrift zu ziehen.

Seine Art und Weise, die Messfeier mit humorvollen Begebenheiten aus dem Alltag lebendig zu gestalten, und in all diesen Begebenheiten Gott zu finden, kommt auch bei den Gläubigen seiner sechs Heuberggemeinden stets gut an. „Jetzt hält er gleich den ‚Pokal‘ hoch“, hatte seinen Worten zufolge Amann einmal kurz vor der Gabenbereitung von einem Kind aufgeschnappt. So groß sei der Unterschied nicht, kommentierte Amann: Der Pokal stehe im Sport für die eigene Leistung, der Kelch in der Kirche für das Wirken und die Größe Gottes.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor Mahlstetten unter Leitung von Friderike Weber. Außerdem hatte sich eigens für diesen Gottesdienst eine neue Band formiert, bestehend aus dem Kirchenchor-Vorsitzenden Theo Aicher am Schlagzeug, Kirchenchormitglied Harold Merkx am Keyboard, Roland Rieger an der Bassgitarre und Marie Diesenberger am Saxophon. Die Fürbitten wurden von Anneliese Seuling und ihrem Sohn Michael vorgetragen.

Auf einem vom Pfarrer mitgebrachten Stückchen Rasen durfte Ministrant Jakob Specker symbolische Anstöße machen, die der Pfarrer mit nachdenklichen Denkanstößen über die eigene Beziehung der Besucher zu Gott kritisch hinterfragte.

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