Warnung: Junghasen nicht anfassen oder fangen

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Deutsche Presse-Agentur

Junge Feldhasen dürfen nicht gefangen oder mit nach Hause genommen werden. Darauf weist die Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde, Bärbel Rogoschik, hin.

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sei es verboten, die Tiere mutwillig zu stören, warnte sie in einer Mitteilung. Haben Tierfreunde den Hasen bereits angefasst und sind keine Verletzungen erkennbar, sollten sie das Tier auf jeden Fall an gleicher Stelle wieder aussetzen. Es sollte mit Laub oder Grasbüscheln abgewischt werden, um den menschlichen Geruch zu entfernen.

Auch wenn es draußen noch kalt und windig ist, werden in den kommenden Wochen bereits die ersten Feldhasen geboren. Die meist zwei bis vier Jungen kommen vollständig entwickelt, mit offenen Augen und dichtem Fell zur Welt. Eng aneinander gedrängt hocken sie in einer vom Muttertier gescharrten Mulde. Die Mutter kommt ein bis zweimal in der Nacht vorbei, um die kleinen Hasen zu säugen. Nach etwa fünf Wochen ist der Nachwuchs selbstständig und nimmt feste Nahrung zu sich.

Bis dahin dürfen die Hasenbabys nicht gestört werden. Finden Spaziergänger verletzte Tiere, sollten sie sich an Tierärzte, Tierschutzvereine oder das NABU-Artenschutzzentrum wenden. Die Aufzucht verletzter Wildtiere zu Hause sei sehr aufwendig, kostenintensiv und immer auch ein Risiko ,erklärte Rogoschik. „Die beste Option für Junghasen ist und bleibt das Aufwachsen in der Natur unter der Fürsorge der Mutter.“

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