Sie präsentieren die wandernde Bäume für die Innenstadt (von links): Wolfgang Kübler (Leiter Stadtbauamt), Renate Gauß (Abteilu
Sie präsentieren die wandernde Bäume für die Innenstadt (von links): Wolfgang Kübler (Leiter Stadtbauamt), Renate Gauß (Abteilungsleiterin Stadtgrün und Friedhöfe im Stadtbauamt), und Sara Al-Qadhi (Sachbearbeiterin Stadtgrün in der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe). (Foto: Stadt Friedrichshafen)
Schwäbische Zeitung

Mitarbeiter des Baubetriebsamtes haben laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung auf dem Franziskusplatz fünf „Wanderbäume“ aufgestellt. Die Bäume, mehrstämmige Zieräpfel und Ahorne, wurden demnach in große, in der Region produzierte Apfelkisten, gepflanzt und mit Essbarem unterpflanzt. Darunter wurde ein blütenreicher Sedumteppich in vorkultivierten Sedumkisten ausgelegt.

Damit die Bürger in den „Grüninseln“ verweilen können, stehen dort Sitzwürfel und Bänke aus Esche, schreibt die Verwaltung. Das Holz komme aus den städtischen Wäldern. Die Wanderbäume bleiben demnach auf dem Franziskusplatz für einige Wochen, bevor sie zum Adenauerplatz weiterwandern. Die Aktion soll bis Herbst fortgeführt werden.

„Wie wertvoll Grünflächen sind, zeigt sich bei den momentanen Temperaturen eindrücklich und jeder der kann, sucht sich ein schattiges Plätzchen“, sagt Wolfgang Kübler, Leiter des Stadtbauamtes laut der Pressemitteilung. Sowohl auf dem Franziskusplatz, dem Antoniusplatz und auf dem Adenauerplatz fehlten Grüninseln, das wirksamste Mittel, um das Mikroklima positiv zu beeinflussen. Die Idee dazu hatten laut Stadt Renate Gauß und Sara Al-Qadhi von der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe im Stadtbauamt, die auch das Konzept für diese Aktion erstellten.

„Wie bereits im Rahmen des Projekts „Stadtgrün naturnah“ angekündigt, beginnen wir nun damit, sogenannte „Wanderbäume“ an verschiedenen öffentlichen Plätzen aufzustellen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern“, sagt Kübler. Die Plätze für die mobilen Bäume, den grünen Teppich und die Sitzwürfel wurden von den Mitarbeitern der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe ausgewählt. Sie stehen dort nun für einige Wochen, bevor sie weiter durch die Stadt wandern. „Ähnlich dem Gedanken des Urban Gardenings sind die Bäume mit Kräutern und Gemüsepflanzen unterpflanzt. Essbares Stadtgrün für Mensch und Tier“, so Kübler. In den großen magentafarbenen Apfelkisten sind unter anderem Pflänzchen für Paprika, Mais, Kohlrabi, Wirsing, Grünkohl, Kapuzinerkresse, Endivie, Erdbeeren, Bohnenkraut, Zucchini , Tomaten oder Zitronenmelisse eingesetzt. Die Früchte der Pflanzen dürfen verzehrt werden.

Nach Abschluss der Aktion im Herbst werden die Bäume laut Stadt auf unterschiedliche Plätze in der Innenstadt gepflanzt. Auch die Holzklötze sollen anderweitig aufgestellt und weiterverwendet werden. Damit sei die Aktion, so Kübler, zu einhundert Prozent nachhaltig.

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