Wall Street zieht Börsen nach unten

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Deutsche Presse-Agentur

Der DAX ist am Dienstagvormittag weiter deutlich gefallen. Zum Mittag verlor der deutsche Leitindex 2,08 Prozent auf 3854 Punkte. Bereits am Vortag war der DAX unter die Marke von 4000 Punkten abgesackt und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2004.

Der MDAX fiel um 3,26 Prozent auf 4508 Zähler. Der TecDAX gab 3,87 Prozent auf 428,55 Punkte nach.

„Es kommen einfach keine guten Nachrichten“, sagte Aktienhändler Dirk Schröder von der Baader Bank. „Es braut sich ein Cocktail zusammen, der recht giftig schmeckt. Die Konjunktursorgen verstärken sich, die Käufer bleiben aus und im Moment lohnt es sich einfach nicht, Aktien zu kaufen“. Derzeit herrsche am Markt die Angst, dass der DAX weiter bis auf 3600 Punkte absacken könnte.

Autowerte waren die Schlusslichter im DAX. Die Aktien von Daimler sackten mit einem Minus von 6,72 Prozent auf 17,99 Euro ans DAX-Ende. BMW verloren nach einem negativen Analystenkommentar 6,30 Prozent auf 18,88 Euro. Aktien der Deutschen Börse stiegen vor der Veröffentlichung von Zahlen um 0,82 Prozent auf 35,79 Euro. Der Börsenbetreiber profitierte im Jahr 2008 Experten zufolge über weite Strecken vom aktiven Handel in der Finanzkrise und dürfte beim Jahresumsatz und auch beim operativem Ergebnis Rekorde erreicht haben.

Zuvor hatte ein Kurseinbruch an der Wall Street auch die asiatisch Leitbörse in Tokio in den Abwärtssog gezogen. Die Börse in Tokio schloss als Folge der Vortagesverluste an der Wall Street ebenfalls schwach. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zum Handelsschluss einen Abschlag von 107,60 Punkten oder 1,46 Prozent beim Stand von 7268,56 Punkten.

Zuvor war der Dow Jones in New York auf den tiefsten Stand seit Oktober 1997 gefallen. Er fiel um 3,41 Prozent auf 7114,78 Zähler. Belastet wurde der US-Markt von andauernder Unsicherheit über die weiteren Schritte der Regierung von Präsident Barack Obama zur Krisenbewältigung. Auch hätten Befürchtungen auf die Stimmung gedrückt, Unternehmen und Konsumenten könnten ihre Technologieausgaben zurückfahren, sagten Händler. Einzelne Titel der Finanzbranche profitierten indes von Spekulationen, die Regierung werde statt einer Verstaatlichung lediglich ihre Anteile an dem Finanzinstitut Citigroup aufstocken.

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