Wahlkampf-Marathon am politischen Aschermittwoch

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Deutsche Presse-Agentur

Gut ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl wollen die Parteien heute beim Politischen Aschermittwoch deutliche Akzente für die anstehenden Wahlkämpfe setzen. Bei den meist bierseligen Veranstaltungen in mehreren Bundesländern wird es auch um künftige Koalitionsoptionen gehen.

Ein Schwerpunkt des Schlagabtauschs liegt traditionell in Bayern. In Passau wird sich Horst Seehofer bei seinem ersten Aschermittwochs-Auftritt als Ministerpräsident und CSU-Chef ein Fernduell mit dem im gleichen Ort auftretenden FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle liefern.

Die CSU-Veranstaltung ist die bundesweit größte und traditionsreichste. Seehofer, der in Bayern zusammen mit den Freidemokraten regiert, hat eine eher moderate Rede angekündigt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Hauptrednerin bei der Veranstaltung ihres CDU-Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern in Demmin. Ihr Herausforderer von der SPD, Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier, bestreitet gleich zwei Auftritte: morgens in Cuxhaven und abends im saarländischen Siersburg - zeitgleich mit Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine, der auch Spitzenkandidat ist und in Wallerfangen spricht.

Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat sich in Ludwigsburg bei Stuttgart angesagt. Für die Grünen gehen im baden-württembergischen Biberach der Parteivorsitzende Cem Özdemir und Bundestags-Fraktionschefin Renate Künast „in die Bütt“.

Bei der CSU-Kundgebung in der Passauer Dreiländerhalle solle die Atmosphäre wieder traditioneller werden, kündigte Generalsekretär Alexander Dobrindt an. Die Partei wolle zeigen, „dass gerade die Konservativen, gerade die CSU mit ihren starken traditionellen Wurzeln die meiste Kraft für Erneuerung hat“. Die FDP will sich bei ihrer Konkurrenzkundgebung in Passau ebenfalls als Motor für eine schwarz-gelbe Koalition darstellen.

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