Württembergische Landfrauen erkunden Ostfriesland

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53 Landfrauen besuchten zahlreiche Sehenswürdigkeiten im hohen Norden.
53 Landfrauen besuchten zahlreiche Sehenswürdigkeiten im hohen Norden. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Auf einer fünftägigen Sommerreise sind 53 Landfrauen in den Genuss von vielen interessanten, beeindruckenden Führungen und von kulturellen, historischen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten auf Ostfriesland gekommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Landfrauen.

Das Programm begann schon auf der Anreise in Richtung Norden: In Walsrode wurde die Gruppe durch eine Ginseng-Farm geführt. Mit dem Bus wurde zu den Feldern gefahren und dort über die außergewöhnliche asiatische Heilpflanze berichtet, aus deren Wurzel hochdosierte Kapseln hergestellt werden, die Wirkung wird in einem umfassenden Anwendungsspektrum unter Beweis gestellt. In der Rhododendron-Stadt Westerstede, dem blühenden Zentrum im Ammerland, wurden im Ammerländer Hof die Zimmer bezogen. Nach den Leckereien der Ammerländer Küche zeigte der Wirt den Landfrauen den Original Ammerländer Korn-Löffeltrunk „Ich seh di! – Dat freit mi!“. Am nächsten Tag erklärte ein Reiseleiter die einzigartige Parklandschaft, die von 350 Baumschulen geprägt werden. Besonders interessant war eine Rundfahrt durch eine Baumschule mit ausführlichen Erklärungen zu der Rhododendrenzüchtung auf den feuchten Sand- und Moorböden.

Der Höhepunkt der Reise und besonderes Erlebnis war die Führung bei der weltbekannten Meyer-Werft. Beeindruckend sei schon bei der Einfahrt der Blick zum riesigen Kreuzfahrtschiff AIDA nova gewesen, kann man dem Pressetext entnehmen. Im Besucherzentrum wurde in einem Film die Familiengeschichte und die Welt des Schiffsbaus vorgeführt. Die Landfrauen erhielten Einblicke in die Produktionsprozessen, in die Werftgeschichte sowie einen beeindruckenden Panoramablick ins Baudock mit dem im Bau befindlichen Luxusliner AIDA nova.

Tags darauf führte eine Busfahrt auf der Fehnroute und entlang der Störtebekerstraße nach Norden-Norddeich. Hier wurde ein Stück auf dem Deich zur Seehundstation im Nationalpark-Haus gewandert und dort wurde die Fütterung der verwaisten Seehunde und Robben, Heuler genannt, beobachtet. Am Nachmittag erlebten die Landfrauen in traditionellem Ambiente von Störtebekers Teestube eine echt-ostfriesische Teestunde mit leckerer Ostfriesentorte.

Ein Tagesausflug zur Insel Langeoog stand am vierten Tag auf dem Programm. Der Reiseleiter erklärte während der Fahrt übers Land das südliche Friesland von Friedeburg,Wittmund und Esens zum Fährhafen Bensersiel. Bei Ebbe kommen die Fähren über Fahrrinnen zur Insel, eine Inselbahn fährt dann zum Dorf. Cafés, Restaurants und Geschäfte säumen die Hauptstraße zum Wasserturm hoch. Oben hat man eine grandiose Aussicht auf den 14 Kilometer langen und sehr breiten Sandstrand, zur Nordsee und zur Insel Baltrum. Der Weg zum Strand führt durch große Duftrosenfelder auf Marschland, der Sand am Strand ist sehr feinkörnig und weiß.

Frühzeitig wurde am darauffolgenden Tag die lange Busrückfahrt angetreten. In Witzenhausen in der Nähe von Kassel gab es in einem Kirschenhof Mittagessen inklusive einer Kirschweinprobe. Der Chef stellte seinen Betrieb mit 6000 Kirschbäumen in Deutschlands ältestem Anbaugebiet vor.

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