Vorsitzender Robert Dukal über den Schalmeien-Express Steinach: Spielen nach Zahlen

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Schwäbische Zeitung

SZ: Herr Dukal, warum lohnt sich eine Mitgliedschaft beim Schalmeien-Express Steinach?

Robert Dukal: Weil wir ein Verein sind, der junge und alte Mitglieder hat. Die Gemeinschaft dieser fast zwei Generationen ist super. Alles klappt ohne Probleme, die Proben und Auftritte genauso wie Ausflüge. Dazu haben wir uns auch musikalisch nach oben gearbeitet. Die Proben laufen bei uns in lockerer Atmosphäre ab, nicht so steif.

SZ: Muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um Mitglied zu werden?

Dukal: Man sollte ein musikalisches Gehör haben und irgendwie wissen, wie ein Lied gespielt wird. Notenkenntnisse sind bei uns nicht erforderlich, denn wir spielen nach Zahlen.

SZ: Was heißt das?

Dukal: Die Noten werden bei uns auf Zahlen umgeschrieben. Ein Bariton etwa hat acht Töne, das sind dann Zahlen von eins bis acht.

SZ: Und was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Dukal: In erster Linie, dass wir so ein toller kameradschaftlicher Haufen bleiben. Dazu wollen wir den Blick nach vorne beibehalten, uns musikalisch fortbilden und junge Mitglieder dazugewinnen. Unsere ältesten Mitglieder sind über 50 Jahre alt, das ist eigentlich nicht mehr das Schalmeienalter.

SZ: Was ist denn das richtige Schalmeienalter?

Dukal: Das liegt so etwa zwischen 25 und 35 Jahren. Das sind dann die Mitglieder, die maßgeblich an allem beteiligt sind, was der Verein macht.

SZ: Was ist das Besondere an den Schalmeien?

Dukal: Dass die Musik mittlerweile in Oberschwaben weit verbreitet ist. Vor 15 Jahren konnte mit dem Begriff kaum einer etwas anfangen. Dass er sich jetzt vor allem im süddeutschen Raum verbreitet, ist schon etwas Besonderes.

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