Vorsitzender Markus Nold über die Highland Pipes & Drums of Waldsee: "Der Dudelsack ist schwer zu zähmen"

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Schwäbische Zeitung

SZ: Herr Nold, warum lohnt sich eine Mitgliedschaft bei den Highland Pipes & Drums of Waldsee?

Markus Nold: Zum einen, weil es kein interessanteres Instrument als den Dudelsack gibt. Es ist schwer zu zähmen, nicht einfach zu lernen, aber interessant, weil es sehr exotisch ist. Dazu passen die schottische Dudelsackmentalität und die schwäbische Mentalität gut zusammen. Zum anderen sind wir eine nette Gruppe, von Jugendlichen bis 60-jährige Menschen ist alles dabei.

SZ: Muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um bei Ihnen Mitglied zu werden?

Nold: Nein, wir hatten auch schon Mitglieder, die vorher gar keine Musikkenntnisse hatten. Bei uns wird alles unterrichtet, von den Noten bis zur Instrumentbeherrschung. Auch einen Dudelsack können wir anfangs stellen.

SZ: Man muss also keinen eigenen Dudelsack haben?

Nold: Nein, aber im Laufe der Zeit entwickelt man fast eine intime Beziehung zum Instrument. Man muss viel am Instrument arbeiten, weswegen alle einen eigenen Dudelsack haben. Aber wer erstmal testen möchte, ob ihm das Dudelsackspielen gefällt, muss nicht extra einen kaufen.

SZ: Was ist denn das Besondere an Ihrem Verein?

Nold: Einzigartig ist bei unserer Pipeband, dass wir im sogenannten „Number One“-Dress oder im „Full-Dress“ spielen. Unser hoher schwarzer Hut ist etwa aus Straußenfedern. In Schottland sind die Pipes Militärbands, auch wir sind militärisch eingestellt, was man schon an den Namen sieht. Wir betreiben unser Hobby sehr ernst und wollen die Musik authentisch und original rüberbringen.

SZ: Und was sind die Ziele der Pipes?

Nold: Wir wollen die Menschen in Oberschwaben für die Dudelsackmusik begeistern. Dazu wollen wir größer werden und mehr Mitglieder bekommen. Ziel ist, Richtung 30 aktive Spieler zu kommen. Und natürlich wollen wir die intensive Partnerschaft mit Wick aus Schottland weiterpflegen.

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