Vorsitzende Annemarie Keppelmayr über den Baobab Frauenverein Bad Waldsee: "Wir können zu dritt effektiv arbeiten"

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Schwäbische Zeitung

SZ: Frau Keppelmayr, was ist das Besondere am Frauenverein Baobab?

Annemarie Keppelmayr: Wir verstehen uns als Übermittler von Spenden und Einnahmen für die drei betreuten Kindergärten und zwei Internatsschulen. Jeder Cent, den wir erwirtschaften, wird garantiert für die Kindergärten ausgegeben. Ich beaufsichtige in Windhoek, was mit dem Geld passiert.

SZ: Warum lohnt sich die Mitgliedschaft im Baobab Frauenverein?

Keppelmayr: Es lohnt sich so gesehen nicht, da es nur mit Arbeit verbunden ist. Aber wir können 160 Kindern in Namibia eine Chance für die Zukunft geben, indem wir Kindergärten in sogenannten „wilden Siedlungsgebieten“ eingerichtet haben. Hier können die Kinder die Schulsprache Englisch lernen, haben eine Tagesbetreuung und ein Essen.

SZ: Als Verein suchen Sie keine neuen Mitglieder. Warum ?

Keppelmayr: Viele Köche verderben den Brei. Bei drei Mitgliedern sind die Entscheidungswege überschaubar. Wir können zu dritt effektiv arbeiten und die zielgerichtete Verwendung der Mittel garantieren. Wenn wir selbst die Projekte in Namibia nicht mehr betreuen können, dann erlischt unser Verein.

SZ: Warum heißt Ihr Verein Baobab Frauenverein ?

Keppelmayr: Der Baobab-Baum (Affenbrotbaum) wurde als Namensgeber gewählt, da er in Afrika seit jeher als Hoffnungsgeber bekannt ist. Das wollen wir auch für die Kinder sein – ein Hoffnungsgeber.

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