Schwäbische Zeitung

In einer Fleischrinderherde einer Kreisgemeinde sind vier Kühe an der Tierseuche erkrankt. Der Verlauf ist bislang mild. Die Tiere haben starken Nasenausfluss, Geschwüre und Verschorfungen an Naseneingang und Maul sowie verschorfte Geschwüre und Schrunden an den Zitzen. Der Landwirt hatte seinen Hoftierarzt zugezogen, welcher umgehend das Veterinäramt verständigte. Nachdem Amtstierarzt Dr. Schwab den aufgrund der Krankheitsanzeichen geäußerten Verdacht vor Ort bestätigt hatte, haben die Laboruntersuchungen am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg nun die Infektion mit dem Blauzungenvirus nachgewiesen.

Die betroffene Herde hatte einen unvollständigen Impfschutz; sie war bereits einmal gegen die Blauzungenkrankheit geimpft worden, die erforderliche Zweitimpfung stand jedoch noch aus. Die Blauzungenkrankheit war im August 2006 erstmalig in Mitteleuropa aufgetreten, ausgehend vom Dreiländereck Deutschland-Niederlande-Belgien, und hatte sich schnell über ganz Nordrhein-Westfalen und angrenzende Gebiete der Nachbarbundesländer, die Benelux-Staaten und Teile von Nordfrankreich ausgebreitet. Das Landratsamt fordert alle Halter von Rindern, Schafen und Ziegen auf, noch fällige Impfungen unverzüglich durchführen zu lassen.

Fragen beantwortet das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landratsamts unter der Telefonnummer (07461) 926-5403.

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