Viehbeschauer muss Behörden informieren

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Dies ließ das „Wochenblatt für das Fürstenthum Sigmaringen“ seine Leser im Februar 1809 wissen.

In dem Bericht mit Auszügen aus einem Leitfaden für „Viehschauer“ wird der Untersuchung der inneren Organe eines geschlachteten Tiers großer Wert beigemessen. Zu achten hat er danach vor allem auf Geschwüre, Verhärtungen, Knoten, Geschwulste, Quetschungen, Entzündungen, Verfärbungen, Verletzungen und Verwachsungen. Aufmerksamkeit zu schenken hat er weiter Speiseresten, Würmern und eventuellen Fremdkörpern wie Glasscherben oder Nägeln.

Klar heißt es in den Anweisungen: „Niemals darf gestattet werden, daß ein krankes Thier geschlachtet und dessen Fleisch gespeiset wird, die Krankheit mag auch noch so gering zu seyn scheinen. Noch weniger darf der Genuß des Fleisches von einem krepirten Thiere erlaubt werden, wenn auch das Fleisch noch so gut aussehen sollte.“

Wenn ein Viehhalter ein krankes Tier zu schlachten wünscht, um das Fleisch benutzen zu können, muss ein tierärztliches Gutachten vorliegen.

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