VfL Wolfsburg siegt weiter: 1:0 gegen Karlsruhe

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Deutsche Presse-Agentur

Der VfL Wolfsburg hat seinen Sturmlauf an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga mit einem schwer erkämpften 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den Karlsruher SC fortgesetzt.

Edin Dzeko (38. Minute) erzielte vor 24 459 Zuschauern das einzige Tor für das stärkste Rückrundenteam der Liga, das den fünften Sieg in Serie feierte. Die Wolfsburger liegen mit 42 Zählern weiter vier Punkte hinter Spitzenreiter Hertha BSC. Für die unterlegenen Badener, nun neues Schlusslicht, wird der Kampf um den Liga-Verbleib nach der zehnten Auswärtspleite immer schwieriger.

Bei trotz winterlicher Niederschläge ordentlichen Platzverhältnissen war von der gefürchteten Heimstärke der „Wölfe“ zunächst nicht viel zu sehen, obwohl die Abteilung Attacke nach der Rückkehr des in Hamburg gelb-gesperrten Zvjezdan Misimovic wieder komplett war. Den Aktionen fehlte es an Ordnung im Aufbau, und im Sturmzentrum leisteten sich Dzeko und Grafite zu viele Stockfehler.

So musste KSC-Torhüter Markus Miller lediglich einmal ernsthaft eingreifen, als er einen Freistoß von Misimovic über die Latte lenkte (6.). Millers zweite Aktion war dann aber auch schon seine letzte. Nach einem Zusammenprall mit VfL-Mittelfeldspieler Makoto Hasebe blieb Karlsruhes Nummer eins mit einer Knieverletzung am Boden liegen und musste nach einer knappen halben Stunde vom Platz getragen werden.

Nachfolger Jean-Francois Kornetzky konnte seinen Kasten lediglich acht Minuten sauber halten. Dann schlug es bei dem Franzosen nach einer bosnischen Co-Produktion ein. Misimovic spielte Dzeko glänzend frei, und der wuchtige Angreifer hatte keine Mühe, seinen zwölften Saisontreffer zu markieren. Grafite hätte nach einem Fehler der KSC- Abwehr zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff sogar auf 2:0 erhöhen können, aber das wäre des Guten zu viel gewesen.

Zumal die auswärtsschwachen Karlsruher sogar die bessere Startphase für sich verbuchen konnten. Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio musste gegen Sebastian Freis zweimal Kopf und Kragen riskieren, um einen frühen Rückstand zu verhindern (7./9.). Zu mehr reichte es allerdings nicht, obwohl die VfL-Defensive durchaus verwundbar schien.

Dieser Eindruck verstärkte sich nach Wiederanpfiff. Die Mannschaft von Trainer Edmund Becker verstand es allerdings nicht, daraus Kapital zu schlagen. Auch als der KSC-Coach weitere Offensiv-Kräfte brachte, beunruhigten diese Benaglio nur selten. Bangen mussten er und seine Vorderleute aber bis zum Schluss um den knappen Vorsprung.

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