Schwäbische Zeitung

Gründungsdatum 1906 (als „Fußballklub 06“) Anschrift Castroper Str. 145 44791 Bochum Postanschrift Postfach 10 28 22 44728 Bochum Stadion rewirpowerStadion (31 328 Plätze) Vereinsfarben blau-weiß Aufsichtsratsvorsitzender Werner Altegoer Cheftrainer Marcel Koller (seit 1. Juli 2005) Mitglieder 3 082 Größte Erfolge Teilnahme am UEFA-Cup 1997 und 2004 DFB-Pokal Vizemeister 1968, 1988 Aufstieg in die 1. Bundesliga: 1971, 1994, 1996, 2000, 2002, 2006 Internet www.vfl-bochum.de

Nach einer katastrophalen Hinrunden-Ausbeute war der Druck auf die Bochumer Vereinsführung enorm, doch VfL-Trainer Marcel Koller hatte weiterhin einen gewichtigen Fürsprecher. „Ein Trainer-Wechsel wäre Unsinn. Was soll das bringen? Wir sind der Meinung, dass der Trainer nicht ausgetauscht werden muss“, sagte Bochums Aufsichtsratsvorsitzende Werner Altegoer. Die Mannschaft sei intakt, das habe jeder gesehen, betonte Altegoer, der einen anderen Weg aufzeigte. „Das Beste wäre, wenn wir Mittel hätten, die Mannschaft zu verstärken.“

Außer Altegoer, für den die Trainerfrage bisher immer Chefsache war, legte in dieser Deutlichkeit nach der verkorksten Halbserie mit nur einem Sieg und Abstiegsplatz 17 kein anderes Führungsmitglied ein Bekenntnis zum Schweizer Trainer ab. Während die frustrierten Fans wieder einmal lautstark die Entlassung des Coaches forderten, schlossen auch die Vorstände Thomas Ernst (Sport) und Ansgar Schwenken (Finanzen) diese Maßnahme erstmals nicht aus. „Wir müssen die ganze Hinrunde hinterfragen, die mit 11 Punkten eine Katastrophe war“, sagte Schwenken. Hoffnung macht, dass die Konkurrenz nicht enteilt ist. Bielefeld hat als Tabellen-14. nur drei Zähler mehr. „Fünf Mannschaften kämpfen um den Klassenverbleib“, so Altegoer.

Die Verantwortlichen stecken in einem großen Dilemma. Einerseits sind sie von der akribischen Arbeit Kollers überzeugt und haben angesichts der engagierten Vorstellungen keinen Grund, am intakten Verhältnis von Trainer und Team zu zweifeln. Andererseits geben die Ergebnisse der seit 13 Bundesliga-Spielen sieglosen Elf zu den schlimmsten Befürchtungen Anlass. Die Spieler würden gern mit Koller in die Rückrunde gehen. „In der Mannschaft stimmt es. Aber wir müssen uns alle Gedanken machen und noch härter arbeiten“, sagte Christoph Dabrowski.

Dabei war der VfL zuversichtlich und gestärkt in die Saison 2008/2009 gegangen. Mit einer soliden Leistung konnten sich die Bochumer in der vergangenen Saison überraschend gut in der Bundesliga behaupten. Immerhin beendete Bochum die Spielzeit vor dem Revier-Konkurrenten Borussia Dortmund als Zwölfter.

Bei den Neuzugängen hatten sich die Bochumer vor allem im Ausland umgesehen. So verpflichtete der VfL für das Mittelfeld den erst 22 Jahre alten österreichischen Nationalspieler Christian Fuchs. Der Türke Sinan Kaloglu sollte den Angriff verstärken und der Portugiese Daniel Marcio Fernandes das Torwartproblem lösen. Darüber hinaus wurde Mimoun Azaouagh - der bisher von Schalke ausgeliehen war - fest unter Vertrag genommen. Zudem kehrten mit Paul Freier (von Leverkusen) und Vahid Hashemian (Hannover 96) gleich zwei bekannte Gesichter nach Bochum zurück.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Daniel Fernandes, 27 Andreas Lengsfeld, 31 René Renno, 32 Philipp Heerwagen

Abwehr: 2 Matias Concha, 4 Marcel Maltritz, 6 Christian Fuchs, 20 Mergim Mavraj, 21 Marc Pfertzel, 24 Philipp Bönig, 25 Anthar Yahia, 30 Patrick Fabian

Mittelfeld: 5 Christoph Dabrowski, 7 Paul Freier, 8 Thomas Zdebel, 13 Danny Fuchs, 15 Daniel Imhof, 18 Oliver Schröder, 19 Dennis Grote, 22 Mimoun Azaouagh, 23 Shinji Ono, 26 Heinrich Schmidtgal, 28 David Zajas

Angriff: 9 Stanislav Sestak, 10 Joël Epalle, 11 Marcin Mieciel, 16 Vahid Hashemian, 17 Sinan Kaloglu, 29 Dilaver Güclü

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Dezember 2008)

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