VfB will letzte UEFA-Cup-Hürde nehmen

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Deutsche Presse-Agentur

Bei der Aufstellung lässt sich Armin Veh vor dem entscheidenden Spiel der UEFA-Cup-Qualifikation kaum in die Karten schauen, eine „andere“ Mannschaft als zuletzt in der Bundesliga will der Trainer des VfB Stuttgart aber in jedem Fall auf dem Platz sehen.

„Wir wollen mit aller Macht weiterkommen“, sagte Veh vor dem Abflug des Fußball-Bundesligisten zum Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde beim ungarischen Vertreter FC ETO Györ. Für die Partie am 28. August forderte der 47-Jährige von seinen Spielern klipp und klar eine bessere Einstellung als beim 0:2 gegen Bayer Leverkusen. „Wir haben sicherlich die stärkere Mannschaft, aber wir müssen ganz anders auftreten als gegen Leverkusen“, betonte Veh.

Dabei soll weitgehend die Elf auf dem Platz stehen, die bei der Bundesliga-Heimpremiere eine enttäuschende Leistung geboten hatte. Einerseits ist der VfB-Coach „überzeugt, dass wir uns anders präsentieren“, andererseits könnten sich starke Veränderungen der eingespielten Formation angesichts des knappen 2:1-Vorsprungs aus dem Hinspiel als fatales Vabanque-Spiel erweisen. „Die Aufstellung wird nicht so sein, dass völlig andere Leute spielen. Das lässt auch das Ergebnis gar nicht zu“, sagte Veh.

Eine Alternative hat Veh in der Abwehr zur Verfügung. Der in der Sommerpause vom FC Chelsea verpflichtete Niederländer Khalid Boulahrouz hat seine Sprunggelenksverletzung auskuriert und steht für seinen ersten Pflichtspiel-Einsatz im VfB-Trikot bereit. „Er wird nicht von Anfang an spielen, aber je nach Spielverlauf werde ich ihn vielleicht einwechseln“, kündigte Veh an. Im Training der vergangenen Tage hatte sich zudem angedeutet, dass Yildiray Bastürk eine Chance anstelle von Jan Simak auf der Spielmacher-Position erhalten könnte. Definitiv nicht zur Verfügung stehen Stürmer Cacau, Linksverteidiger Ludovic Magnin und Mittelfeld-Akteur Sami Khedira.

Nachdem der Mannschaft gegen Leverkusen wegen der zahlreichen Länderspielreisen der VfB-Nationalspieler der letzte Biss gefehlt hatte, nahm auch Sportdirektor Horst Heldt seine Profis in die Pflicht. „Der Anspruch des Vereins ist es, international zu spielen, und die Spieler wollen das auch. Ich habe noch keinen gehört, der gesagt hat: Das interessiert mich nicht“, meinte Heldt. „Aber wenn man als Spieler diese höheren Ziele hat, muss man Doppelbelastungen auch wegstecken können.“

Trainer Veh riet seinem Team, auf dem Weg nach Europa vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern zu lernen, der am Montag den favorisierten 1. FC Nürnberg bezwungen hatte: „Das war ein Paradebeispiel. Die hatten von Anfang an eine super Einstellung, die wir am letzten Samstag nicht hatten.“

Voraussichtliche Aufstellungen:

VfB Stuttgart: Lehmann - Osorio, Tasci, Delpierre, Boka - Pardo - Hilbert, Hitzlsperger - Simak (Bastürk)- Gomez, Marica FC ETO Györ: Stevanovic - Nikolov, Supic, Bank (Stark), Völgyi - Koltay, Jäckl, Jozsi, Bicak - Pakolicz (Böör), Bajzat

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