VfB weiter im Streit mit DFB wegen Babbel

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Deutsche Presse-Agentur

Der VfB Stuttgart bleibt im Streit um die Trainer-Ausbildung von Teamchef Markus Babbel auf Konfrontationskurs mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB).

„Es ist eine Verpflichtung des DFB, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass ein Trainer weiterarbeiten und sich trotzdem weiterbilden kann. Das gibt es in jedem Berufszweig“, sagte VfB-Manager Horst Heldt in der DSF-Sendung „Doppelpass“. Der bislang ohne die notwendige Lizenz beim schwäbischen Bundesligisten amtierende Babbel muss von Mai an in Köln den elfmonatigen Trainer-Lehrgang absolvieren. Seit Wochen müht sich der VfB um eine Ausnahmeregelung, die Babbel auch in der kommenden Saison die Tätigkeit als Chefcoach der Stuttgarter ermöglicht.

Der DFB lehnt eine Sondergenehmigung bislang ab. Heldt rechnet dennoch mit einer Lösung. „Es lässt sich, wenn man es will, gestalten, ohne dass wir etwas geschenkt bekommen“, urteilte der 39- Jährige. So könne die Dauer des Kurses für Fußballlehrer für bereits amtierende Trainer sogar verlängert werden, um den Betroffenen den notwendigen Freiraum für ihren Job zu geben. „Ich glaube, dass sie daran arbeiten und beizeiten ein Konzept präsentieren werden“, sagte Heldt mit Blick auf den DFB. Eine flexible Regelung sei auch im Sinne des Verbands, da Babbel kein Einzelfall bleiben werde.

Zuletzt hatten sich auch Trainerkollegen wie Jürgen Klinsmann und Hans Meyer sowie der frühere DFB-Chefausbilder Erich Rutemöller für Babbel stark gemacht. Rutemöllers Nachfolger Frank Wormuth betonte hingegen: „Wir haben immer gesagt, dass es für Lothar Matthäus die letzte Sondergenehmigung gegeben hat. Man muss auch mal einen Schlussstrich ziehen. Das haben wir getan.“ Verdiente Ex- Nationalspieler wie Matthäus, Klinsmann oder der heutige DFB- Sportdirektor Matthias Sammer hatten einst einen verkürzten Trainer- Lehrgang absolvieren dürfen.

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