VfB vor Pflicht gegen Warna mit Abwehrsorgen

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Deutsche Presse-Agentur

Trainer Armin Veh lockt schon mit Ronaldinho, doch vorher muss der VfB Stuttgart die Europapokal-Pflicht gegen Warna erfüllen.

Trotz Terminhatz und Personalsorgen wollen die Schwaben gegen Cherno More Warna das Ticket für die UEFA-Pokal-Gruppenphase lösen und Selbstvertrauen für das richtungweisende Liga-Heimspiel gegen Werder Bremen knapp 44 Stunden später tanken. „Wenn man dabei sein will, muss man das schaffen. Da brauchen wir gar nicht jammern“, sagte Veh vor dem Erstrunden-Rückspiel gegen die Bulgaren. Als Motivationshilfe nutzt der Coach des Fußball-Bundesligisten die Verlockungen der nächsten Runde. „Da kann der AC Mailand kommen.“

Das Weiterkommen gegen Warna scheint nach dem mühsamen 2:1-Hinspielerfolg dank der zwei späten Treffer von Torjäger Mario Gomez nur Formsache. Doch die Stuttgarter, die zuletzt beim 0:3 in Dortmund völlig von der Rolle waren, plagen Abwehrsorgen. Nach Khalid Boulahrouz, der wegen eines Muskelfaserrisses ausfällt, muss das Team im erkrankten Matthieu Delpierre möglicherweise auf einen weiteren Innenverteidiger verzichten. „Wenn er noch ausfallen würde, hätten wir ein Problem“, befand Veh, der als Alternativen in der Abwehrzentrale den gelernten Außenverteidiger Ricardo Osorio und Dauer-Reservist Georges Mandjeck nannte.

Auch im Mittelfeld muss Veh aus der Not eine Tugend machen. Stratege Pavel Pardo ist noch nicht wieder fit und fehlt ebenso wie die beiden Spielmacher Jan Simak (Adduktorenprobleme) und Yildiray Bastürk, dessen Comeback nach seinem Muskelfaserriss erneut verschoben werden muss. So stellte der VfB-Coach dem erst 18 Jahre alten Sebastian Rudy einen Platz in der Startelf in Aussicht. „Er hat sich entwickelt und ist ein richtig guter Fußballer, der früher oder später auch das Zeug für die Bundesliga hat“, lobte Veh.

Als Zugnummer indes taugt derzeit weder Talent Rudy noch der Gegner aus dem bulgarischen Kurort. Wie schon beim Hinspiel, als sich nur 2000 Zuschauer ins Lewski-Stadion von Sofia verirrten, droht auch am Donnerstag eine Geisterkulisse. 7000 Karten sind bislang für die Partie in der 55 000 Zuschauer fassenden Mercedes-Benz Arena verkauft. Bilder gibt es nur im Vereins-TV.

Doch zumindest Veh glaubt nicht an einen sportlichen Selbstläufer. „So einfach wird es nicht. Für die sind es die Spiele des Jahres“, warnte der Trainer vor Außenseiter Warna, der mit einem 1:0 gegen Lok Sofia eine gelungene Generalprobe feierte.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

VfB Stuttgart: Lehmann - Hilbert, Osorio, Tasci, Boka - Khedira - Lanig, Rudy, Hitzlsperger - Cacau, Gomez Cherno

More Warna: Hmaruc - Aleksandrow, Domakinow, Djakow, Ferreira - Pires, Russew - Petkow, Alexandrow, Jurukow - Manolow Schiedsrichter: Dean (England)

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