VfB und VfL siegen im UEFA-Pokal - HSV mau

Lesedauer: 5 Min
Deutsche Presse-Agentur

Der VfB Stuttgart kann dank Nationalstürmer Mario Gomez für die Gruppenphase im Fußball-UEFA-Pokal planen. Der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV müssen zum Einzug in die nächste Runde hingegen noch schwere Reisen nach Rumänien überstehen.

Während die Wolfsburger bei ihrem Europapokal-Comeback gegen Rapid Bukarest im Hinspiel der ersten Runde immerhin zu einem 1:0 (1:0)-Erfolg kamen, zeigte Bundesliga-Spitzenreiter HSV beim 0:0 gegen die Underdogs von Unirea Urziceni eine enttäuschende Vorstellung. Der VfB Stuttgart setzte sich durch die beiden Gomez-Tore nach ebenfalls wenig überzeugender Leistung mit 2:1 (0:1) beim bulgarischen Außenseiter Cherno More Warna durch.

Der über weite Strecken enttäuschende VfB verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 2. Oktober. Vor der Geisterkulisse von 2000 Zuschauern im gähnend leeren Lewski-Stadion von Sofia hatte Tanko Djakow die Bulgaren in Führung gebracht (42.), ehe Gomez (66./81.) zwei Abwehrfehler nutzte und die schwache Partie noch drehte. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der Leistung nicht“, sagte VfB-Trainer Armin Veh. „Wir haben nicht ins Spiel gefunden und Torchancen zugelassen, die wir normalerweise nicht zulassen dürfen“, schimpfte der Coach.

Noch kritischere Worte fand HSV-Trainer Martin Jol, nachdem seine Mannschaft erstmals in dieser Saison ohne Tor geblieben war. „Jetzt sind wir wieder auf dem Boden. Wir haben gesehen, dass wir noch viel arbeiten müssen. Wir müssen intelligenter spielen“, kritisierte Jol seine Mannschaft. Die Reise in die rumänische Provinz am 2. Oktober wird nun ein denkbar ungemütlicher Ausflug. In der 17 000-Einwohner-Stadt rund 60 Kilometer nordöstlich von Bukarest ist für den HSV gegen den Europacup-Debütanten verlieren streng verboten. Nur ein Remis oder ein eigener Sieg bringt den fest eingeplanten Einzug in die nächste Runde.

Nach den wenig überzeugenden Abwehrleistungen in der Bundesliga hatte Jol den Moment für eine Personalrotation in der Defensive gekommen gesehen und Neuerwerbung Alex Silva erstmals auf's Feld geschickt. Der Brasilianer machte bei seinem Debüt aber noch keinen besonders sicheren Eindruck. „Ich muss mich noch verbessern. Es war ein unangenehmer Gegner“, sagte Silva nach seiner Premiere.

Der VfL Wolfsburg hat sich nach neunjähriger Pause immerhin mit einem Arbeitssieg auf der großen Fußball-Bühne zurückgemeldet und muss in Bukarest doch um das Weiterkommen bangen. Im eigenen Stadion vergab das Team von Trainer Felix Magath viele gute Chancen und hat deshalb im Rückspiel am 2. Oktober in Rumänien ein schweres Stück Arbeit vor sich. Mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter sorgte der Brasilianer Grafite (45.) für das Tor des Abends. „Ich bin heilfroh, dass wir zu Null gespielt haben. Das ist ein gutes Ergebnis“, sagte Magath.

Seine Mannschaft hatte losgelegt wie die Feuerwehr. Edin Dzeko spielte fünf Tage nach dem 2:2 in Berlin neben Grafite als zweite Spitze. Gästetorhüter Rafael Urko Pardo stand in der einseitigen Partie im Blickpunkt und wurde zum großen Rückhalt seines Teams. Auf der Bank grantelte der Wolfsburger Trainer, denn sein Team vergab die toll herausgespielten Chancen gleich serienweise.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen