VfB Stuttgart mit 1:1 in Genua zufrieden

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Deutsche Presse-Agentur

Für Markus Babbel war der hoch verdiente Punktgewinn bei Sampdoria Genua ein „erster kleiner Schritt“ auf dem mühsamen Weg zurück zu alter Stärke.

„Ich bin dann zufrieden, wenn die Mannschaft gewinnt“, bewertete er seinen gelungenen Einstand als Teamchef des VfB Stuttgart nach dem 1:1 (1:1) im dritten UEFA-Cup-Gruppenspiel nüchtern, auch wenn er seinen Schützlingen eine gute Leistung bescheinigte.

Auch wenn gegen den Tabellen-13. der italienischen Serie A noch nicht alles reibungslos und wunschgemäß lief, präsentierte sich der zuletzt völlig verunsicherte VfB im Stadio Luigi Ferraris wesentlich selbstbewusster, engagierter, kampfstärker und aggressiver als unter dem geschassten Armin Veh. Kapitän Thomas Hitzlsperger, unter Babbel wieder eine feste Größe, führte die Wende wenigstens teilweise auf den Trainerwechsel zurück: „Man weiß da oft nicht so genau, wie es läuft, aber wir haben gut gearbeitet und es herrschte eine gute Stimmung.“

Dank des Remis haben die Schwaben es nun selbst in der Hand, am letzten Gruppenspieltag am 18. Dezember gegen den Überraschungs- Spitzenreiter Standard Lüttich den Einzug in die nächste UEFA-Cup-Runde perfekt zu machen. Hitzlsperger hob diesen erfreulichen Aspekt hervor, warnte aber vor den starken Belgiern: „Das wird schwer, denn die scheinen sehr gut zu sein.“ Sportdirektor Horst Heldt wies auf die „gute Ausgangsposition“ hin, trauerte aber wie alle Stuttgarter der verpassten Siegchance nach: „Wir hätten drei Punkte verdient.“ Torjäger Mario Gomez pflichtete bei: „Da wäre mehr drin gewesen.“

Schließlich bestimmten die Schwaben das Geschehen bei widrigen Wetterbedingungen weitgehend. Sie ließen die nun seit elf Europapokal-Partien zu Hause unbezwungenen „Blucerchiati“ (Blauumrahmten) nach Ciprian Maricas 1:0 (8.) kaum zur Entfaltung kommen - von den zwei verhängnisvollen Minuten einmal abgesehen, in denen auch der Ausgleich durch Paolo Sammarco (39.) fiel. Babbel bemängelte die individuellen Fehler vor dem 1:1: „Das müssen wir schleunigst abstellen.“ Der Schweizer Ludovic Magnin musste wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel nach zwölf Minuten vom Platz und fällt laut Babbel zwei Wochen lang aus.

Zudem forderte der Teamchef, dass seine „Jungs“ die gesamten 90 Minuten lang agieren müssten. „Wir haben alles gegeben, aber wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen“, räumte Gomez spielerische Defizite ein. Darüber hinaus beschwerten sich die VfB-Verantwortlichen über einen nicht gegebenen Strafstoß. „Das war ein glasklarer Elfmeter“, urteilten Babbel und Heldt einmütig. Der gefoulte Gomez schüttelte wegen der Fehlentscheidung noch eine Stunde nach dem Abpfiff frustriert den Kopf und bezeichnete Schiedsrichter Damir Skomina als „hochnäsigen Freak“.

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