Schwäbische Zeitung

Gründungsdatum 9. September 1893 Anschrift Mercedesstraße 109 70372 Stuttgart Stadion Gottlieb-Daimler-Stadion (57 000 Plätze) Vereinsfarben weiß-rot Vereinspräsident Erwin Staudt Cheftrainer Rainer Widmayer (seit 23. 11.2008) Teamchef Markus Babbel Mitglieder 42 000 Größte Erfolge Deutscher Meister 1950, 1952, 1984, 1992, 2007 DFB-Pokal 1954, 1958 und 1997 Deutscher Supercup 1992 Internet www.vfb-stuttgart.de

Nach nervenaufreibenden Wochen ist beim VfB Stuttgart dank des Trainerwechsels wieder ein klarer Aufwärtstrend zu verzeichnen. „Wir tanzen noch auf drei Hochzeiten. Ziel ist es, so lang wie möglich in allen Wettbewerben dabei zu sein“, freute sich VfB-Sportdirektor Horst Heldt und verabschiedete sich beruhigt in die Winterpause. Markus Babbel heißt der neue Erfolgsgarant bei den Schwaben.

Dabei war der deutsche Meister von 2007 alles andere als erfolgreich in die neue Saison gestartet. Der Tiefpunkt wurde dann im November 2008 mit der Entlassung von Trainer Armin Veh erreicht. Nach einem 1:4 am 14. Spieltag beim VfL Wolfsburg entließ der Bundesligist den 47-Jährigen, der die Schwaben 2007 zum Meistertitel und ins DFB-Pokalfinale geführt hatte.

Ex-Nationalspieler Markus Babbel als Teamchef führte die Stuttgarter wieder in die Erfolgsspur. „Wir haben erst kleine Schritte gemacht. Es ist noch ein weiter Weg, den wollen wir aber so wie zuletzt beschreiten“, sagte Babbel, der mit seinem Team auf dem 10. Tabellenplatz überwinterte. Allerdings gab es auch einen dicken Wermutstropfen: Die für die Schwaben unbefriedigende Ablehnung einer Ausnahmeregelung für Babbel à la Lothar Matthäus oder Jürgen Klinsmann in der brisanten Fußball-Lehrerlizenzfrage. „Das sind Fakten, an die wir uns halten müssen“, sagte Heldt frustriert. Statt den erfolgreichen Veh-Nachfolger langfristig als Cheftrainer an sich binden zu können, durfte er nur die längst feststehende Vertragsverlängerung mit Babbel als Teamchef bis zum Saisonende verkünden.

Babbel, der 2004 vom FC Bayern München zum VfB gewechselt war und 2007 zum Abschluss seiner aktiven Karriere mit den Stuttgartern die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, blies indes bereits zur Aufholjagd in der Bundesliga: „Ziel ist ganz klar die direkte Teilnahme am UEFA-Cup. Wir müssen hart und diszipliniert arbeiten, um den großen Rückstand aufholen zu können.“

Personell scheint der VfB dazu in der Lage zu sein. Mit Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann verpflichteten die Schwaben einen Führungsspieler. Lehmann war zuvor in der Premier League beim FC Arsenal ausgemustert worden. Auch Abwehrspieler Khalid Boulahrouz wechselte aus der Premier League an den Neckar. Der Niederländer, der in der Bundesliga schon beim HSV spielte und zuletzt vom FC Chelsea an den spanischen Club FC Sevilla ausgeliehen war, trumpfte bei der EM 2008 in der Startelf der „Oranje“ groß auf. Der „Kannibale“ ersetzt in Stuttgart den in Ungnade gefallenen Kapitän der Meister-Mannschaft von 2007, Fernando Meira. Der portugiesische Nationalspieler spielt derzeit für den türkischen Club Galatasaray Istanbul.

Das Aufgebot:

Tor: 1* Jens Lehmann, 12 Alexander Stolz, 24 Sven Ulreich

Abwehr: 3 Ricardo Osorio, 4 Khalid Boulahrouz, 5 Serdar Tasci, 15 Arthur Boka, 17 Matthieu Delpierre, 21 Ludovic Magnin, 42 Marco Pischorn

Mittelfeld: 7 Martin Lanig, 8 Jan Simak, 10 Yildiray Bastürk, 11 Thomas Hitzlsperger, 13 Pavel Pardo, 16 Sebastian Rudy, 19 Roberto Hilbert, 28 Sami Khedira, 29 Georges Mandjeck, 35 Christian Träsch

Angriff: 9 Ciprian Marica, 18 Cacau, 23 Manuel Fischer, 31 Matthias Morys, 33 Mario Gomez, 38 Danijel Ljuboja

* Zahl ist jeweils die Rückennummer

(Stand: Dezember 2008)

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