VfB: Geldstrafe für Lehmann

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Deutsche Presse-Agentur

Torwart Jens Lehmann wird für seine heftige Kritik an Mitspielern und Trainern des VfB Stuttgart nach der Pokal-Pleite gegen Bayern München vereinsintern zur Kasse gebeten.

„Er bekommt eine Geldstrafe“, erklärte ein Sprecher des Fußball-Bundesligisten auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eine Summe nannte er nicht. „Jens Lehmann hat sich bei mir und der Mannschaft entschuldigt“, sagte VfB-Teamchef Markus Babbel nach Angaben des Sprechers. „Er hat betont, dass die Kritik nicht auf das Trainerteam bezogen war.“

Nach dem 1:5 im Achtelfinale gegen die Bayern hatte der 39-jährige Lehmann die Qualität der Wintervorbereitung in Zweifel gezogen. „Man muss sich die Frage stellen, warum Bayern so schnell, spritzig und präsent auf dem Platz war und wir so gar nicht. Irgendetwas muss anders gelaufen sein“, sagte der frühere Nationaltorwart. „Jedes Team macht in der Vorbereitung etwas anderes. Bayern war heute einfach sehr gut. Wenn ich heute Zuschauer gewesen wäre, dann hätte ich auch Spaß an deren Spiel gehabt.“ Diese Aussagen waren als indirekte Kritik an Babbel verstanden worden.

„Kritik soll generell nicht in der Öffentlichkeit geäußert werden“, sagte nun Babbel an die Adresse von Lehmann. „Deshalb erhält er eine Geldstrafe. Wir haben seine Entschuldigung akzeptiert, und damit ist der Fall erledigt.“ Es ist davon auszugehen, dass der vor dieser Saison vom Premier-League-Club FC Arsenal nach Stuttgart gekommene Keeper auch zum Bundesliga-Rückrundenstart gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag im Tor der Schwaben stehen wird. Dort will der VfB Wiedergutmachung für das von Sportdirektor Horst Heldt als „Demütigung“ bezeichnete Pokal-Aus betreiben.

Die Personalie Lehmann bleibt dennoch brisant. Denn der in der Bundesliga mit Tabellenplatz zehn hinter den eigenen Erwartungen zurückgebliebene VfB will mit dem WM-Dritten von 2006 über eine Verlängerung des bis zum Saisonende laufenden Vertrages verhandeln. Der Torwart-Oldie hat bisher aber auch einen weiteren Vereinswechsel oder ein Karriereende nicht ausgeschlossen.

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