Vermietung von Immobilien: Abschreibungsdauer verkürzen

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Deutsche Presse-Agentur

Die Eigentümer vermieteter Immobilien können unter Umständen die Abschreibungsdauer für einzelne Gebäudeteile verkürzen. Die gesetzlich übliche Abschreibung dauert 50 Jahre.

Es könne jedoch auch eine Abschreibung nach der tatsächlichen Nutzungsdauer infrage kommen, erläutert der Bund der Steuerzahler unter Berufung auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs in München (Aktenzeichen: IX R 16/07). Die kürzere Nutzungsdauer könne mit dem Verweis auf die wirtschaftliche Abnutzung der Abschreibung zugrunde gelegt werden, wenn „das Wirtschaftsgut vor Ablauf der technischen Wirtschaftsdauer objektiv wirtschaftlich verbraucht“ ist, erklärt der Steuerzahlerbund. Ein solcher „wirtschaftlicher Verbrauch“ sei aber nur dann anzunehmen, wenn „die Möglichkeit einer wirtschaftlich sinnvollen und gegebenenfalls auch anderweitigen Nutzung oder Verwertung endgültig entfallen“ ist. Das könne beispielsweise der Fall sein, wenn ein Teil des Gebäudes nach Auszug eines langjährigen Mieters deutlich abgenutzt ist.

Dieser Teil darf dann nach der tatsächlichen Nutzungsdauer und damit kürzer abgeschrieben werden. Mit dieser Auffassung stellt sich der Bundesfinanzhof laut dem Steuerzahlerbund gegen die strikte Auffassung der Finanzverwaltung, nach der Immobilien nur einheitlich - und damit in der Regel über 50 Jahre - abgeschrieben werden dürfen.

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