Verkaufsverbot Kälber

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Die Hochfürstlich Hohenzollerische Regierung ordnete an, dass kein Kalb vor dem 14. Lebenstag verkauft werden darf Die Geburt eines Kälbchens musste unmittelbar danach dem Ortsvorsteher gemeldet und in einem Büchlein mit vorgeschriebenen Formularen registriert werden.

Wenn ein Kalb dann 14 Tage alt war, konnte es verkauft werden. Der Besitzer benötigte aber vom Ortsvorsteher einen Verkaufsschein und musste dafür 3 kr. bezahlen.

Wer es unterlassen hatte, eine Kalbgeburt zu melden, wurde mit 1 tl. gestraft. I Strafe galt für den Käufer eines nicht registrierten Kalbes. Wer ein Kalb vdr. ,'dem 14. Lebenstag verkaufte, wurde mit der Zahlung von drei Reichsthalem gestraft. ein "Aufpasser" eine der genannten Straftaten meldete, erhielt er ein Drittel des Strafgelds als Belohnung.

Bis zum ,Inkrafttreten der obigen Verfügung war die Verordnung noch strenger gewesen. Es hatte kein Kalb vor dem 21. Lebenstag verkauft werden dürfen. Durch die Änderung „Verkauf vom 14. Lebenstag an“ wollte man der „ärmeren Klasse der Untertanen entgegenkommen.

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