Verharren im Klein-Klein

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Verharren im Klein-Klein
Verharren im Klein-Klein
MarkHildebrandt

Es ist gut und lobenswert, dass Gemeinderäte, die Verwaltung und die Händler sich an einen Tisch gesetzt haben. Mag der Auslöser die Kritik der Händler an der Idee gewesen sein, die Montfortstraße zeitweise zu sperren, wurde dabei aber ein tieferliegendes Problem deutlich: ein Verharren im Klein-Klein.

Natürlich ist es richtig, über Sofortmaßnahmen zu sprechen, um offensichtliche Probleme zu lösen. Da sind die Themen eben fehlende Sitzbänke oder Pflanzkübel. Allein, die klare, einfach zu kommunizierende Vision für das Gesamtprojekt fehlt. Die Händler möchten Antworten und Planungssicherheit. Die Verwaltung und die Räte verweisen darauf, dass auch der Handel Ideen und Initiativen einbringen kann.

Nun gibt es das Integrierte Stadtentwicklungskonzept und den Bebauungsplan „Montfortstraße West“. Die Instandsetzung der Montfortstraße ist zumindest verwaltungsintern im Fünf-Jahres-Fokus. Aber bei der Frage, wohin die Reise genau gehen soll, schaut man in eher ratlose Gesichter. Vor allem, wenn es darum geht, wie die Besucherfrequenz parallel zur Karlstraße steigen soll. Schnelle Maßnahmen sind begrüßenswert. Aber sie können nur ein Zwischenschritt sein.

m.hildebrandt@schwaebische.de

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