Vergiftete Hunde:Einzige Probe bringt keinen Nachweis

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Große Empörung und Besorgnis in der Wangener Bevölkerung hervorgerufen haben in den vergangenen Monaten Meldungen, wonach mindestens zehn Hunde Opfer von Giftanschlägen geworden sein könnten, wobei sechs davon gestorben sind.

In der Nähe der Vierbeiner waren vielfach verdächtige Fleischstücke entdeckt und im Polizeirevier abgegeben worden. Eines der Fleischstücke des am Argenufer gefundenen Hundes, der sich erbrochen hatte, ist nun in einem Freiburger Fachlabor auf Anordnung der Staatsanwaltschaft untersucht worden – mit negativem Ergebnis. Das haben sowohl Wangens Polizeichef Ulrich Gerke als auch Ingrid Weigel, Vorsitzende des Wangener Tierschutzvereins, auf SZ-Anfrage bestätigt.

Entwarnung kann allerdings nicht gegeben werden. Ulrich Gerke: „Fest steht jetzt nur, dass im Fall dieser einen Probe keine Straftat vorliegt. Weitere Proben liegen noch auf Eis. Wie es weitergeht, liegt jedoch allein in Händen der Staatsanwaltschaft.“ Warum bis dato lediglich eines dieser Fleischstücke im Freiburger Labor untersucht worden ist, liege an den immens hohen Kosten. „Zudem verändern sich die Proben, wenn sie länger auf Eis liegen“, ergänzt Ulrich Gerke. „Was bleibt, ist eine große Unsicherheit“, bedauert Ingrid Weigel. „Schließlich ist etwa die Hündin in der Berger Höhe nachweislich an einer Cumarin-Vergiftung (ein Stoff, aus dem Rattengift hergestellt wird, d. Red.) grausam verendet.“

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