Vererben oder recyceln - Nachhaltigkeit beim Wohnen

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Deutsche Presse-Agentur

Natürliche Materialien wie Holz oder Leder waren lange Zeit das einzige, was vielen Designern und Möbelherstellern zum Begriff Nachhaltigkeit einfiel. Mittlerweile gewinnen sie dem Thema jedoch mehr und mehr Facetten ab.

Auf der internationalen Möbelmesse „imm cologne“ in Köln (19. bis 25. Januar) sind zahlreiche Entwürfe zu sehen, die aus Recycling-Materialien bestehen, die besonders lange haltbar sein sollen, auf Tropenhölzer verzichten oder mit dem Nutzer mitwachsen.

Gezeigt wird unter anderem ein Schreibtisch, der einfach durch das Anschrauben weiterer Beinelemente zusammen mit dem Kind groß wird - in vier Stufen wächst das Möbel aus massivem Holz bis zur Erwachsenenhöhe heran. Geht es um das Wiederverwerten von Materialien, finden sich neben Stühlen aus klein geschredderten Plastik-Flaschenverschlüssen und Sesseln aus Altpapier auch Möbel, die aus Altmöbeln hergestellt werden: Zum Beispiel werden entsorgte alte Schrankwände zersägt und zu modernen Regalelementen umgestaltet.

Auffallend ist außerdem die große Zahl von Möbeln aus massiven Materialien - angefangen von Holz bis hin zu Marmor. Darüber hinaus verzichten inzwischen einige Hersteller auf Tropenhölzer und bieten ausschließlich einheimische Holzarten wie Eiche an, die optisch aber auf den Tropenlook gebeizt werden. Um eine ähnliche Haltbarkeit wie bei Tropenhölzern zu erreichen, werden speziell im Bereich Gartenmöbel erstmals thermobehandelt. Dieses Verfahren sei bislang nur für Fassaden oder Terrassenböden aus Holz angewendet worden, heißt es auf der Messe.

Internationale Möbelmesse „imm cologne“: www.imm-cologne.de

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