Verbesserungsbedarf bei Diabetes-Therapie

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Deutsche Presse-Agentur

Nur wenige Diabetes-Patienten in Deutschland erreichen die Ziele ihrer Therapie. Die Studie „Diabetes in Germany“ (DIG) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass viele Patienten von Typ-2-Diabetes mellitus einen zu hohen Blutzuckerspiegel aufweisen.

Auch die zwischenzeitliche Einführung einer einheitlichen Diagnose- und Therapierichtlinie habe keine Verbesserung in der Therapie bewirkt, berichtet die Fachzeitschrift „Deutsche Medizinische Wochenschrift“.

Während des Untersuchungszeitraums hätten sich die Zahlen weiter verschlechtert: Hatten zu Beginn der Studie noch 43 Prozent der Patienten einen optimalen Blutzuckerspiegel, so waren es am Ende der Untersuchung nur noch 37 Prozent. Der Grund für das schlechte Ergebnis sei, dass viele Patienten zu lange mit Blutzuckertabletten behandelt werden, so die Autoren der Studie. Erfolgversprechender sei es, die Therapie früher zu intensivieren und dabei auch Insulin anwenden.

Noch mehr im Argen liegt den Angaben zufolge die Behandlung der Begleiterkrankungen. Dazu gehören Übergewicht, erhöhter Blutdruck und hohe Blutfette. Auch hier hätten sich die Kennzahlen im Untersuchungszeitraum verschlechtert. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass eine Verbesserung der Therapiequalität dringend notwendig sei. Diabetes sei nicht nur die häufigste, sondern auch die teuerste Volkskrankheit. Die DIG-Studie untersuchte 4020 Typ-2-Diabetiker begleitend zu ihrer Therapie von 2002 bis 2007.

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