Verband rät: Kriegsdienst nicht zu früh verweigern

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Deutsche Presse-Agentur

Rund 25 000 junge Männer leisten nach Schätzung des Interessenverbands der Wehrdienstverweigerer derzeit Zivildienst, obwohl die Bundeswehr sie wahrscheinlich nicht einberufen hätte.

Wer den Militärdienst nicht bereits frühzeitig verweigere und stattdessen auf die konkrete Einberufung warte, habe eine fast 50-prozentige Chance, entweder ausgemustert oder zumindest nicht zum Dienst herangezogen zu werden, sagte der Vorsitzende der Zentralstelle KDV, Werner Glenewinkel, im niedersächsischen Bockhorn. Auf diese Weise könne auch die Zivildienstzeit umgangen werden. Wer dagegen frühzeitig verweigere, müsse eher damit rechnen, zum Dienst herangezogen zu werden. Die Zentralstelle empfiehlt daher allen Wehrpflichtigen, den Dienst mit der Waffe erst bei der Einberufung zu verweigern.

Nach Glenewinkels Angaben wurden im vergangenen Jahr mehr junge Männer gemustert und mehr für tauglich erklärt. Zugleich habe es weniger Kriegsdienstverweigerer gegeben, sagte er.

Weitere Infos: www.zentralstelle-kdv.de

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