Vehs Reiselust im „Cup der Gewinner“

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Deutsche Presse-Agentur

Armin Veh hat die Reiselust gepackt und auch der ramponierte Ruf des UEFA-Pokals kann die Vorfreude auf Europas kleine Fußball-Bühne beim Trainer des VfB Stuttgart nicht mindern.

„Für den FC Bayern ist es vielleicht ein Cup der Verlierer. Für uns ist es ein Cup der Gewinner, weil wir unsere Ziele darauf ausgerichtet haben“, sagte Veh vor dem Erstrunden-Hinspiel des Bundesliga-Fünften beim bulgarischen Vertreter Cherno More Warna. Nach zwei mühsamen Qualifikationsrunden ist auch der Außenseiter vom Schwarzen Meer in Vehs Reiseplänen nur Durchgangsstation: „Wir wollen mit aller Macht in die Gruppenphase.“

Nach mehr als achtwöchiger Verletzungspause kann der VfB-Coach in Bulgarien wieder auf Angreifer Cacau zurückgreifen. „Er hat sehr gut trainiert. Vielleicht bringe ich ihn von Anfang an“, erklärte der 47- Jährige. Cacau hatte bei seinem bislang einzigen Pflichtspiel-Einsatz dieser Saison im UI-Cup-Hinspiel bei Saturn Ramenskoje eine Adduktoren-Verletzung erlitten. Rechtzeitig zum UEFA-Cup-Auftakt meldete er sich fit. „Ich bin bereit“, sagte der Brasilianer, der an der Seite von Mario Gomez auflaufen könnte. Gomez konnte zwar in dieser Woche kaum trainieren, Veh rechnet jedoch fest mit dem Nationalstürmer. Dagegen stiegen die verletzten Pavel Pardo, Ciprian Marica und Yildiray Bastürk nicht mit in den Flieger nach Sofia.

Das Lewski-Stadion der bulgarischen Hauptstadt ist Schauplatz der Partie, weil die Heimstätte von Cherno More im knapp 400 Kilometer entfernten Warna zu klein für Europapokal-Spiele ist. „Das Schöne am UEFA-Cup ist, dass man in Länder kommt, in denen man noch nicht war“, befand Veh. Eine Erholungsreise aber erwarten die Stuttgarter nicht. „Die haben immerhin den Club von Lothar Matthäus ausgeschaltet, so schlecht dürften die nicht sein“, warnte VfB-Manager Horst Heldt.

Mit einem Erfolg gegen das vom deutschen Rekord-Nationalspieler trainierte Team von Maccabi Netanya aus Israel hatte der aktuelle Tabellenachte der bulgarischen Liga das Ticket für die erste UEFA- Cup-Hauptrunde gelöst. „Er meint, wir müssen weiterkommen“, verriet Veh nach einem Telefonat mit Matthäus. Ratschläge können sich die Stuttgarter auch von ihrem früheren bulgarischen Spielmacher Krassimir Balakow holen, der auf Einladung des Vereins mit der VfB- Delegation in sein Heimatland reiste.

Angesichts der bevorstehenden drei englischen Wochen forderte Veh schon vor dem Rückspiel am 2. Oktober die Weichen klar in Richtung Gruppenphase zu stellen. Sechs Pflichtspiele in 17 Tagen erwarten die Stuttgarter. Kapitän Thomas Hitzlsperger warnte seine Kollegen dennoch vor einem Schongang gegen Warna: „Es bringt nichts, die Qualifikation zu schaffen und dann in der ersten Runde rauszufliegen.“

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Warna: Iltschew - Stojanow, Aleksandrow, Djakow, Ferreira - Petkow, Russew, Jurukow, Alexandrow - Fernandez, Manolow

Stuttgart: Lehmann - Boulahrouz, Tasci, Delpierre - Khedira, Hitzlsperger - Hilbert (Boka), Simak, Lanig - Gomez, Cacau

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