Valentin Wernz wird Sechster in Neuseeland

Lesedauer: 4 Min
 Ein schneller Wechsel vom Rad in die Laufschuhe wie in Abu Dhabi (im Bild) verhilft Valentin Wernz auch beim Weltcup in New Ply
Ein schneller Wechsel vom Rad in die Laufschuhe wie in Abu Dhabi (im Bild) verhilft Valentin Wernz auch beim Weltcup in New Plymouth eine Position beim Laufen in der Spitzengruppe. (Foto: Petko Beier)
Simon Schneider

Er scheint derzeit nicht aufzuhalten zu sein und hat es erneut bei einem Weltcup unter die besten zehn geschafft – Valentin Wernz. Der Profi-Triathlet aus Tuttlingen hat im neuseeländischen New Plymouth den sechsten Platz belegt und damit bei den Ozeanien-Wettkämpfen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Mit weiteren 65 Triathleten stand Wernz am Start des Sprint-Triathlons und bekam es im Wasser mit einem Teilnehmerfeld zu tun, das eng beieinanderlag. „Ich bin trotz der Enge gut um die Bojen gekommen“, sagte er. Auf Rang 18 stieg er nach 750 Meter aus dem Wasser und wechselte auf das Rad. Um den Anschluss an die Führungsgruppe nicht zu verlieren, investierte der 24-Jährige einiges an Kraft und holte die 15-köpfige Spitzengruppe ein. Allerdings: „Die 20 Kilometer lange Radstrecke war ziemlich heftig. Es war ein starker Anstieg auf einen Berg dabei. Ich konnte gut mithalten und habe mich gut für den Wechsel positioniert“, so Wernz.

Der Wechsel in die Laufschuhe absolvierte der Profi-Triathlet, der für die Deutsche Triathlon Union (DTU) an den Start ging, am schnellsten von allen Teilnehmern und lag sogar zunächst in Führung. „Mit meinem Lauf bin ich soweit zufrieden, nur mit dem letzten Kilometer nicht, da mich das Rennen bis dorthin viel Kraft gekostet hat und mir diese zum Schluss etwas gefehlt hat“, sagte der Tuttlinger. Wernz überquerte schließlich als Sechster die Ziellinie in einer Gesamtzeit von 56.24 Minuten. Er beendete damit 20 Sekunden nach dem Sieger Luke Willian aus Australien das Rennen über die Sprint-Distanz: „Mit dem sechsten Platz bin ich auf jeden Fall zufrieden“, betonte Wernz.

Das kann er auch, denn mit Blick auf das Ranking für die Qualifikation der Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Jahr kletterte er damit zehn Plätze nach oben auf Rang 53, was für ihn eine „gute Ausgangssituation“ sei für den bevorstehenden Beginn der Qualifikationsphase.

Mit der mehrwöchigen Ozeanien-Reise sicherte sich Wernz bereits früh den DTU-Kaderstatus für kommendes Jahr. Der Tuttlinger Ausnahmesportler öffnet sich zudem weitere wichtige Türen für seine Triathlon-Karriere und schafft sich damit eine komfortable Ausgangssituation für seinen Saisonverlauf, insbesondere für die Teilnahme an der World Triathlon Series. Die kommenden Wettkämpfe hat Wernz bereits fest im Blick. Sein nächster Weltcup findet am 12. Mai im chinesischen Chengdu statt. Eine Woche später startet er bei seinem ersten WTS-Rennen in diesem Jahr in Yokohama in Japan.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen