Valentin Wernz erkämpft sich Rang zehn

Lesedauer: 3 Min
Starker Lauf: Valentin Wernz (rechts, hier beim Weltcup in Abu Dhabi) landete beim Weltcup in Chengdu auf Platz zehn.
Starker Lauf: Valentin Wernz (rechts, hier beim Weltcup in Abu Dhabi) landete beim Weltcup in Chengdu auf Platz zehn. (Foto: Archiv/Janos Schmidt)
Simon Schneider

Der Tuttlinger Triathlet Valentin Wernz hat bei seinem Weltcup im chinesischen Chengdu einen schlechten Start erwischt, seine Konkurrenten aber beim Laufen überholt und sich schließlich mit einer kämpferischen Leistung den zehnten Platz gesichert.

Nach harten und für Valentin Wernz rekordverdächtigen Trainingsumfängen von bis zu 35 Stunden in der Woche reiste er für zwei Weltcups nach Asien. Am vergangenen Samstag qualifizierte er sich in Chengdu im Vorlauf als Erster mit der schnellsten Tageszeit für das Finale, das am Tag darauf ausgetragen wurde.

Wernz: „Weg zur Boje war eng“

Dort lief es für den 24-jährigen Profi-Triathlet überhaupt „nicht nach Plan“, wie er den Rennverlauf selbst bewertete. Das lag hauptsächlich an der ersten Disziplin. Beim Schwimmen stieg er nach zwei Runden und 500 zurückgelegten Metern als Letzter von insgesamt 30 Triathleten aus dem Wasser: „Auf dem Weg zur ersten Boje war es ziemlich eng, und um mich herum waren sehr gute Schwimmer. Deshalb bin ich nicht ideal um die Bojen herumgekommen“, sagte Valentin Wernz im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung.

Im Anschluss startete er seine fulminante Aufholjagd. Nachdem der Tuttlinger auf der zehn Kilometer langen Radstrecke in der Verfolgergruppe den Anschluss wiederherstellte, wechselte er mit der zweiten Gruppe in die Laufschuhe und überholte in der Folge mehrere seiner Mitstreiter. Beim Laufen benötigte er für die zweieinhalb Kilometer lediglich 7.18 Minuten, was die drittschnellste Laufzeit bedeutete. Die achtköpfige Führungsgruppe war ihm allerdings entwischt, sodass er 39 Sekunden nach dem australischen Sieger Matthew Hauser als Zehnter die Ziellinie in einer Gesamtzeit von 28.21 Minuten überquerte.

„Nachdem meine Leistung im Wasser zu wünschen übrigließ, muss ich letztlich mit dem zehnten Platz zufrieden sein und den Rennverlauf so akzeptieren“, resümierte Valentin Wernz nach seinem Kraftakt im chinesischen Chengdu.

Der Profi-Triathlet aus der Donaustadt befindet sich derzeit bereits im japanischen Yokohama. Dort steht er am Sonntag, 19. Mai, in der World Triathlon Series (WTS), der weltweit höchsten Klasse, an der Startlinie und bestreitet sein erstes Rennen über die olympische Distanz.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen