Valentin Lupu wird Meister im klassischen Stil

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Obwohl bei den Württembergischen Meisterschaften nicht alles optimal lief, sind AV-Vorsitzender Hans Rohrer (von links), David S
Obwohl bei den Württembergischen Meisterschaften nicht alles optimal lief, sind AV-Vorsitzender Hans Rohrer (von links), David Schulze, Andreas Moosmann, Valentin Baier, Marco Eckl, Rico Hezel, Robin Hezel, Trainer Semih Bosyan und Valentin Lupu (vorne kniend) gut gelaunt. (Foto: Herzog)

Mit zwei Meistertiteln, aber auch enttäuschenden Platzierungen sind sechs Ringer des AV Sulgen von den württembergischen Meisterschaften aus Schorndorf zurückgekehrt. Ein erfolgreiches Debüt im AVS-Trikot feierte dabei Neuzugang Valentin Lupu aus Trossingen (vormals Red Devils Heilbronn), der sich in überlegener Manier den Titel in der 63 kg Klasse griechisch-römisch sicherte.

Lupu besiegte zum Auftakt Khamza Temarbulatov (StTV Singen) mit 8:0, den jungen Lorenz Römpp (AV Hardt) mit 11:0 und den derzeit unter Form ringenden Titelverteidiger Philipp Ganter vom KSV Winzeln mit 8:0. Im Finale machte es Stefan Weller (SV Ebersbach) dem Neu-Sulgener nicht einfach, der sich mit einem 5:1-Punktsieg begnügte.

Die Überraschung aus Sulgener Sicht gelang zweifelsohne Valentin Baier. Zwar verpatzte er den Auftakt in der 87-kg-Klasse durch eine vermeidbare 5:9-Punktniederlage gegen Stefan Sigler (ASV Schorndorf) gründlich. AVS-Trainer Semih Bosyan gelang es jedoch, Baier moralisch wieder aufzubauen, der dann in den Folgekämpfen sein Potenzial voll abrief. Erst punktete Baier den um Haupteslänge überragenden Ostalb-ringer Pascal Schmidt (KSV Unterelchingen) mit 9:0 vorzeitig aus, dann legte er nacheinander Johannes Kopp (AB Aichhalden) und Armin Turzer (SV Ebersbach) auf die Schultern. Baier hatte außerdem das Glück des Tüchtigen, weil Schmidt zuvor Sigler mit 5:5 besiegt hatte und ihm den Weg zum Titelgewinn ebnete.

Glücklos agierte dagegen Andreas Moosmann (72 kg), der nach einem 8:0-Auftaktsieg gegen Dominik Braun (VfL Kirchheim) gegen Adrian Heim (KSV Winzeln) vergeblich einem 0:6-Rückstand hinterher rannte und nur noch auf 5:6 verkürzen konnte. In Runde drei kam für Moosmann das vorzeitige Turnieraus, als er gegen Altmeister Benjamin Raiser (ASV Nendingen) nach gutem Beginn noch 1:11 unterlag. Im Ergebnis bedeutete dies Rang sieben unter zwölf Teilnehmern.

Auch Rico Hezel (67 kg) ließ die Medaillenchancen ungenutzt. Chancenlos gegen Vizemeister Max Lam-Nguyen (KSV Winzeln/1:10) verspielte er gegen Jonas Wuchenauer (KSV Unterelchingen) eine klare Führung in der Schlussphase noch zu einer 12:14 Niederlage. Dadurch reichte es nur für den Kampf um Platz fünf, den Hezel gegen Julian Helm (AV Hardt) mit 8:0 gewann.

Nah an der Bronzemedaille dran war Robin Hezel im freien Stil bis 70 kg. Zunächst gab es Niederlagen gegen Titelverteidiger Alexander Jakob (Red Devils Heilbronn/0:11) und gegen den neuen Meister Hossein Alizadeh (ASV Ladenburg/4:14). Siege gegen Daniel Broghammer (AV Hardt/12:1) und Amir Ghidy (KV Plieningen/11:3) nährten Hezels Hoffnungen auf Edelmetall. Daraus wurde allerdings Blech, denn gegen Fabian Stock (AC Röhlingen) unterlag Hezel mit 4:6 Punkten.

Enttäuscht war Marco Eckl, dessen Ausflug ins 74-kg-Limit mit Rang acht endete. Das vorzeitige Aus für den Vorjahres-Zweiten bis 70 kg kam in Runde drei, als es gegen den späteren Vizemeister Asadullah Nemati (KVA Remseck) eine deutliche 0:11-Niederlage setzte.

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