US-Regierung will Autoindustrie retten

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Deutsche Presse-Agentur

Die US-Regierung hat erneut ihren Willen bekräftigt, die angeschlagene amerikanische Autoindustrie vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Ein Konkurs der US-Autofirmen müsse verhindert werden, erklärte der Chefberater des Arbeitsstabes zur Rettung der US-Autoindustrie, Steven Rattner, am Dienstag in Interviews des „Wall Street Journal“ und der Fachagentur „Bloomberg“. Rattner berät die von Präsident Barack Obama etablierte „Task Force Auto“.

Die US-Regierung suche nach Kompromissen mit den besonders bedrohten Autofirmen Chrysler und General Motors, sagte Rattner. Zusätzliche staatliche Finanzhilfen seien möglich, wenn die Autohersteller wie vereinbart bis zum 31. März ein überzeugendes Konzept zur Sanierung vorlegen könnten.

„Wir werden alle Mittel der Regierung einsetzen und versuchen, einen fairen Kompromiss zu finden“, sagte Rattner. „Aber wir werden nicht einfach Dollarnoten an der Pennsylvania Avenue verteilen.“ Nun seien die Autofirmen gefordert. Angesichts der gravierenden Probleme müssten alle Seiten Opfer bringen. Lösungen könnten nicht nur von der Regierung kommen.

Die von den beiden Autobauern GM und Chrysler geforderten neuen Finanzhilfen summieren sich zusammen mit bereits erhaltenen Krediten auf insgesamt 39 Milliarden Dollar (30,4 Milliarden Euro). Im Gegenzug will allein GM weltweit etwa jeden fünften Arbeitsplatz streichen und Werke möglicherweise auch in Europa schließen.

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