US-Hersteller setzen auf neue Mittelklasse-Limousinen

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Deutsche Presse-Agentur

Zwar kaufen die Amerikaner noch immer viele Geländewagen und Pick-ups und reden viel über sparsame Kleinwagen. Doch dessen ungeachtet rollen die US-Hersteller vor allem neue Mittelklasse-Limousinen ins Rampenlicht.

Auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit (11. bis 25. Januar) zeigen sie ihre neuesten Modelle. Mit schickerem Design und modernisierter Technik wollen General Motors, Ford und Chrysler in einem Segment Marktanteile zurückgewinnen, das seit Jahren von asiatischen Fahrzeugen wie dem Toyota Camry, Honda Accord oder Kia Magentis beherrscht wird. Nach Europa werden es die neuen US-Modelle bis auf eine Ausnahme aber wohl kaum schaffen.

Ford setzt dabei auf den neuen Taurus, der größer ausfällt als der europäische Mondeo und zum Modelljahr 2010 ausschließlich in den USA auf den Markt kommt. Ihn gibt es zunächst mit einem 3,5-Liter-V6, der rund 191 kW/260 PS leistet. Später soll auch ein Sechszylinder aus der neuen Ecoboost-Familie angeboten werden, bei dem die Leistung ohne Verbrauchseinbußen auf das Niveau eines V8-Motors steigt.

General Motors kontert mit dem ebenfalls für das Modelljahr 2010 vorgesehenen Buick LaCrosse, der mit fünf Metern deutlich länger ist als etwa der europäische Opel Insignia. Auch der LaCrosse ist nicht für den deutschen Markt vorgesehen. Die wahlweise mit Front- oder Allradantrieb lieferbare Limousine kommt mit zwei V6-Motoren, die bei 3,0 und 3,5 Litern Hubraum 190 kW/255 PS oder 209 kW/280 PS leisten.

Auch Chrysler zeigt Neues für die Mittelklasse. Zwar galt bei der Studie 200C die meiste Aufmerksamkeit dem Antrieb, den ein Elektromotor mit Range-Extender übernimmt. Doch könnte der heckgetriebene Viertürer mit konventionellen Motoren schon in den kommenden Jahren die Sebring-Baureihe ablösen, erklärte der Hersteller in Detroit. Und weil Chrysler diese Baureihe auch außerhalb der USA verkauft, hätte die Limousine tatsächlich Chancen auf einen Export nach Europa.

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