Urteil: Vorm Überholen immer in den Rückspiegel schauen

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Deutsche Presse-Agentur

Ein Autofahrer muss vor dem Überholen stets in den Rückspiegel schauen. Tut er das nicht und es kommt zum Zusammenstoß mit einem Einsatzfahrzeug, so trifft ihn das volle Verschulden.

Dies entschied das Landgericht Coburg in einem Urteil (Aktenzeichen: 11 O 590/08). Eine Autofahrerin wollte in einer Autobahn-Baustelle überholen, weil das vor ihr fahrende Fahrzeug abbremste und nach rechts zog. Sie scherte aus und stieß mit einem von hinten kommenden Krankenwagen zusammen. Die Frau war der Auffassung, dass der Fahrer des Krankenwagens zur Hälfte an dem Unfall mit schuld war.

Das Gericht verneinte dies. Es stehe fest, dass das Einsatzfahrzeug mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs war. Der vor der Frau Fahrende habe dies auch bemerkt und deshalb gebremst. Die Autofahrerin habe aber nicht in den Rückspiegel geschaut und auch nicht geblinkt. Sie beziehungsweise ihre Haftpflichtversicherung müssen deshalb für den Schaden an den beiden Fahrzeugen voll aufkommen.

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