Urlaub im Sattel: Elberadweg ist am beliebtesten

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Deutsche Presse-Agentur

Radreisende in Deutschland fahren weiterhin am liebsten den Elberadweg entlang. Das ist das Ergebnis der ADFC-Radreiseanalyse, die am Donnerstag auf der Reisemesse ITB (11. bis 15. März) in Berlin vorgestellt wurde.

Für mehr als 13 Prozent der Befragten ist der Elberadweg demnach die Nummer eins unter den deutschen Radwegen. Er liegt mit großem Abstand vor dem Main-Radweg und dem Weser-Radweg.

Auch in der Rangliste der beliebtesten Regionen liegt der Sieger aus dem Vorjahr vorne: Besonders gern radeln die Deutschen durch Bayern, gefolgt von der Region Franken und Mecklenburg-Vorpommern. Als Neuling unter den Top Ten erreichte Brandenburg auf Anhieb den vierten Platz.

Im Ausland bevorzugen die deutschen Radler nach Angaben des ADFC den Donauradweg, die beliebteste Region sind die Niederlande. Mehr als 85 Prozent der Radurlauber bleiben allerdings in Deutschland. Im Jahr 2007 unternahmen laut den Hochrechnungen 5,6 Millionen Deutsche eine mehrtägige Fahrradreise mit Übernachtung, 35 Millionen einen mindestens zweistündigen Radausflug. 21 Prozent der Bundesbürger haben schon einmal eine Radreise gemacht, 47 Prozent können sich vorstellen, eine solche in Zukunft zu unternehmen.

Wichtig sind Radreisenden wie Ausflüglern laut den Studienergebnissen die gleichen Dinge: eine abwechslungsreiche Strecke mit wenig Verkehr, Wegweiser für Radfahrer sowie Radwege in gutem Zustand.

Ihr Nachtquartier suchen sich die meisten Radreisenden am liebsten spontan aus: Nur sechs Prozent buchen im Inland eine Pauschalreise, im Ausland sind es immerhin 19 Prozent. Wer sich die Suche nach einer passenden Bleibe erleichtern will, kann laut Giebeler nun auf www.bettundbike.de die GPS-Koordinaten von rund 4800 Hotels, Pensionen und Campingplätzen finden und sich die Zieldaten direkt auf sein GPS-Gerät laden. Bisher nutzen allerdings nur rund zehn Prozent aller Radtouristen ein solches Gerät. Zwei Drittel vertrauen weiter auf eine klassische Karte.   

Die Radreiseanalyse wurde von der Marktforschungsfirma Trendscope erhoben. Mit einer neuen Erhebungsmethode sollen Daten für eine Langzeitanalyse gesammelt werden. Die Radreiseanalyse 2009 beruht auf 1000 computergestützten Telefoninterviews sowie 4209 Face-to-Face-Interviews.

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