Unterschneidheimer Schüler treffen Kanzlerin Merkel

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 Treffen mit Kanzlerin Merkel auf dem Pariser Platz.
Treffen mit Kanzlerin Merkel auf dem Pariser Platz. (Foto: Guido Bergmann)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

77 Schüler der Realschul-Abschlussklassen aus Unterschneidheim haben nach den schriftlichen Prüfungen eine Studienfahrt nach Berlin unternommen. Bei ihrem Besuch in der Bundeshauptstadt stand für die jungen Unterschneidheimer auch ein Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel auf dem Programm.

Schon auf der Fahrt nach Berlin gab es für die Abschlussschüler Geschichte zum Anfassen. Ein Zwischenstopp im ehemaligen Grenzdorf Mödlareuth veranschaulichte die deutsch-deutsche Teilung im Kleinen. Von den amerikanischen Besatzern einst „Little Berlin“ genannt, kann man hier noch heute die Grenzsperranlage des SED-Regimes besichtigen, die bis 1989 ein ganzes Dorf in der Mitte teilte und somit Familien, Freunde und Besitztümer schicksalhaft trennte. Mödlareuth wurde ebenso wie sein großer Bruder Berlin zum Symbol der deutschen Teilung.

In der Hauptstadt selbst erwartete die Schüler ein umfangreiches Besichtigungsprogramm. Unter anderem wurden das Regierungsviertel, Checkpoint Charly, die Gedenkstätte Hohenschönhausen und natürlich auch das Brandenburger Tor besucht. Die Schüler der Klasse 10c bekamen zudem die Möglichkeit, Bundeskanzlerin Angela Merkel zu treffen. Nach einem kurzen Gespräch auf dem Pariser Platz mit Deutschlands mächtigster Frau ergatterten die Schüler auch noch ein Klassenfoto mit der Regierungschefin. Ein Treffen, an das sich die Schüler vermutlich ein Leben lang erinnern werden.

Fast genauso aufregend war für die Reisegruppe ein Besuch des Reichtagsgebäudes. Hier konnten die Schüler eine Sitzung des Bundestags zu aktuellen außenpolitischen Themen live verfolgen. Im Anschluss gab es noch ein Treffen mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter.

Großen Eindruck machte auch ein Besuch des Stasi-Museums, wo Zeitzeugen und Betroffene der Stasi-Überwachung den Schülern in eindrucksvoller Art und Weise von den Lebensumständen in der DDR und die ständige Bespitzelung durch die Staatssicherheit berichteten. Technische Gegenstände und Werkzeuge, die zur Spionage und Überwachung eingesetzt wurden, konnten ebenso wie die persönlichen Ministerialräume des Erich Mielke besichtigt werden.

Am Ende einer spannenden Woche voller neuer Eindrücke waren sich die Schüler einig, dass die Vergangenheit eine Mahnung für die Zukunft sein muss. Foto: Sechta-Ries-Schule

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