Union Berlin verdrängt Paderborn vom Spitzenplatz

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Deutsche Presse-Agentur

Dramatik pur beim Spitzenspiel der 3. Fußball-Liga: In Unterzahl gewann der 1. FC Union Berlin das Duell gegen den SC Paderborn mit 3:2 und verdrängte die Gäste damit von der Tabellenspitze. Für Paderborn war es die erste Niederlage nach sieben Spielen.

Dagegen ist Union im Ausweichquartier Jahn-Sportpark weiter ungeschlagen. Kickers Emden zog durch das 3:0 gegen den SV Sandhausen nach Punkten mit dem Tabellenführer gleich und verdrängte Paderborn auf Position drei. Bayern München und die SpVgg Unterhaching trennten sich im zweiten Sonntagspiel 0:0.

Nach einem 0:2-Rückstand drehte Union die Partie noch, und das obwohl Michael Bemben beim Stand von 0:1 wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah. Doppeltorschütze Karim Benyamina freute sich umso mehr und bekannte: „Natürlich haben wir am Ende auch etwas Glück gehabt.“ Unions Sportchef Christian Beeck zollte dem Team Respekt: „Ich ziehe den Hut, die Moral ist sensationell.“

Fortuna Düsseldorf brachte sich als Aufstiegsanwärter mit einem souveränen 4:0 beim VfB Stuttgart II in Erinnerung. „Das war das, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Düsseldorfs Mittelfeldmotor Andreas Lambertz. Nach einem ähnlich begeisternden 4:1 gegen Jahn Regensburg bleibt Rot-Weiß Erfurt ebenfalls in der Nähe der Spitzenteams. Erfurts Stürmer Albert Bunjaku wird von Bundesligist Energie Cottbus umworben und steuerte einen Treffer zum Erfolg bei. „Es macht natürlich stolz, wenn man so ein Angebot bekommt“, sagte Bunjaku. Es ist also eine Frage der Zeit, wie lange er mit Massimo Cannizzaro, der durch zwei Treffer jetzt die Torjägerliste mit sieben Toren anführt, noch ein kongeniales Angriffsduo bilden wird.

Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue kommt immer mehr in Schwung. Erneut gelangen den Sachsen auswärts vier Tore. Mit dem 4:0 bei Wacker Burghausen dürfte Teamchef Heiko Weber seinen Job vorerst gerettet haben. Per Ultimatum hatte Aues Präsident Uwe Leonhardt vier Punkte aus den letzten beiden Spielen gefordert, sechs mit insgesamt acht Toren sind es geworden. „Das war doch alles Quatsch“, wiegelte Weber ab, „aber es ist das gute Recht eines Präsidenten, Punkte zu verlangen.“ Mit dem FC Carl Zeiss Jena gewann ein weiterer Zweitliga- Absteiger auswärts. „Riesenkompliment an die Mannschaft, sie hat ihr wahres Herz gezeigt“, lobte Jenas Trainer René van Eck nach dem 2:1- Sieg bei Eintracht Braunschweig.

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