Union Berlin nicht aufzuhalten - Verfolger patzen

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Deutsche Presse-Agentur

Der 1. FC Union Berlin marschiert weiter einsam in Richtung Aufstieg zur 2. Fußball-Bundesliga. Die Wuhlheider kamen auch mit am Ende nur neun Feldspielern zu einem 4:1 (2:1)-Auswärtssieg beim VfR Aalen.

Dagegen treten die anderen Aufstiegs- Anwärter in der 3. Fußball-Liga auf der Stelle. Der SC Paderborn, Fortuna Düsseldorf und Kickers Emden vergaben durch Unentschieden erneut Punkte, so dass die Berliner nun neun Zähler vor Paderborn und gar 14 Punkte vor Düsseldorf liegen, das derzeit den Relegationsplatz einnimmt.

Mit dem 14. Spiel hintereinander ohne Niederlage stellte Union seinen eigenen Vereinsrekord aus dem Regionalliga-Jahr 2001 ein, als man am Saisonende aufstieg. Trotz der Platzverweise für die Innenverteidiger Christian Stuff (60./Gelb-Rot) und Daniel Göhlert (70./Rot nach einer Notbremse) bauten die Unioner in Unterzahl ihre Führung noch aus. Auch Aalen verlor Pascal Bader (82.) nach wiederholten Foulspiel.

Einen Tag nach dem 1:1 von Paderborn gegen den VfB Stuttgart II kamen die auf Platz drei und vier liegenden Mannschaften aus Düsseldorf und Emden im Top-Duell ebenfalls zu einem 1:1. Düsseldorfs Trainer Norbert Meier kritisierte die mangelhafte Chancenverwertung. „Wir haben klar dominiert, aber die wenigen Chancen nicht genutzt - außer beim Ausgleich“, monierte er. Ahmet Cebe (63.) hatte die Emdener Führung durch Enrico Neitzel (34.) egalisiert. Die Freude über den Auswärtspunkt wurde bei den Niedersachsen getrübt. Abwehrspieler Jasmin Spahic zog sich einen Patellasehnenabriss im linken Knie zu und fällt für den Rest der Saison aus.

Bedrohlich bleibt auch fünf Tage nach der Trennung von René van Eck unter Neu-Trainer Marc Fascher die Lage für Zweitliga-Absteiger Jena. Die Thüringer sind seit 540 Minuten ohne Torerfolg und stehen auf dem vorletzten Platz. „Ich bin das erste Spiel hier, daher zähle ich auch ab jetzt. Die Mannschaft hat sich gut in die Partie reingekämpft. Wir konnten heute schon Selbstvertrauen gewinnen“, sagte Fascher nach seinem missglückten Debüt.

Unterdessen ist die Energie-Krise bei Jahn Regensburg beendet. Die Partie gegen Wacker Burghausen hätte beinahe abgesagt werden müssen, nachdem die Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG (REWAG) wegen ausstehender Zahlungen den Strom abgestellt, ihn nach einer Einigung jedoch wieder angeschaltet hatte. Der Drittligist kündigte als Konsequenz den Vertrag und wechselte zu einem anderen Anbieter.

Punkten konnten die Regensburger aber im Kampf um den Klassenverbleib mit einem 1:0-Erfolg gegen Wacker Burghausen. Für die Oberbayern wird die Luft immer dünner. Die Mannschaft von Trainer Günter Güttler ist seit fünf Spielen sieglos und rutschte vom 14. auf den 16. Platz. Boden gut gemacht im Kampf gegen den Abstieg haben Dynamo Dresden mit einem 1:0 bei Eintracht Braunschweig und der FC Erzgebirge Aue mit einem 2:0 beim SV Sandhausen.

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