Union baut Tabellenführung aus - Düsseldorf 0:0

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Deutsche Presse-Agentur

Zielstrebig und zukunftsorientiert in Richtung zweite Liga: Der 1. FC Union Berlin zieht nach dem elften Spiel ohne Niederlage an der Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga einsam seine Kreise.

Mit dem 2:0-Auswärtssieg bei Eintracht Braunschweig nutzten die Unioner nicht nur die Schlappe von Verfolger Fortuna Düsseldorf aus, der daheim gegen den FC Erzgebirge Aue nur 0:0 spielte, sondern bauten den Vorsprung auf acht Punkte aus.

„Das waren für uns wichtige und verdiente Punkte, weil Braunschweig daheim immer stark ist“, sagte Union-Torschütze Shergo Biran. Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht bemängelte unterdessen: „In unserer Druckphase vor der Pause besaßen wir nicht die nötige Kaltschnäuzigkeit.“

Die ansonsten heimstarke Fortuna aus Düsseldorf haderte nach dem torlosen Remis gegen Aue mit der schwachen Chancenauswertung, obwohl sie nach der Roten Karte von Aues Arne Feick nach 20 Minuten mit einem Spieler mehr agieren konnte. „Optisch waren wir überlegen, aber wir hätten noch zehn Stunden spielen können und kein Tor gemacht“, meinte Fortuna-Coach Norbert Maier. Aues Teamchef Heiko Weber war mit dem Ausgang beim Favoriten nicht unzufrieden: „Schließlich mussten wir erneut über 70 Minuten in Unterzahl spielen. Doch Düsseldorf war heute zu schwach, um dies auszunutzen“, betonte Weber.

Der in Lauerstellung auf Rang sechs liegende FC Rot-Weiß Erfurt hat mit viel Moral die 1:4-Heimniederlage aus der Vorwoche vergessen gemacht. Trotz eines 0:1-Rückstands und der Roten Karte von Mathias Peßolat kamen die Thüringer dank des Siegtreffers von Tino Semmer noch zu einem 2:1-Erfolg beim Schlusslicht Stuttgarter Kickers. „Das war ein schmutziger Sieg, wir sind froh über die drei Punkte“, sagte Semmer.

Im Abstiegskampf gelang dem VfR Aalen nach fünf sieglosen Spielen ein Befreiungsschlag. Nach frühzeitigem Rückstand gegen den VfB Stuttgart II schafften die Aalener noch die Wende und kletterten mit dem fünften Saisonsieg aus der Abstiegszone. Dort steckt weiter Jahn Regensburg fest. Im Bayern-Derby verlor die Mannschaft von Markus Weinzierl bei der Spielvereinigung Unterhaching mit 0:1.

Auch die krisengeschüttelte SG Dynamo Dresden konnte im Kampf gegen den Abstieg nicht viel Boden gutmachen und verschenkte beim 1:1 im Keller-Duell gegen den Wuppertaler SV einen möglichen Heimsieg. „In der ersten Halbzeit kamen wir oft zu spät. Mit dem Punkt können wir nicht zufrieden sein“, kritisierte Dynamo-Trainer Ruud Kaiser, dessen Team nach dem Platzverweis für den Wuppertaler Marco Neppe (62.) die numerische Überzahl in der Endphase nicht nutzte.

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